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Geschäfte mit Russland - Merkel bereut Entscheidungen damals nicht

14.10.2022 • 04:24

Angela Merkel steht zu ihrer damaligen Entscheidung, auf russisches Gas gesetzt zu haben.

Geschäfte mit Russland - Merkel gibt zu: "Bereue Entscheidungen überhaupt nicht"

Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung früherer Jahre verteidigt, für eine Übergangszeit während der Energiewende sehr stark auf billiges Erdgas aus Russland gesetzt zu haben.
«Für die Transformationszeit war klar, dass wir Erdgas brauchen, um dann natürlich eines Tages zu CO2-freien Energieformen vollständig zu kommen», sagte sie laut der Deutschen Presse-Agentur.

«Aus der damaligen Perspektive war es sehr rational und nachvollziehbar, leitungsgebundenes Gas auch aus Russland zu beziehen, das billiger war als das LNG (Flüssiggas) aus anderen Gegenden der Welt - USA, Saudi-Arabien, Katar», fügte Merkel hinzu.

«Aus der damaligen Perspektive war es sehr rational und nachvollziehbar, leitungsgebundenes Gas auch aus Russland zu beziehen, das billiger war als das LNG (Flüssiggas) aus anderen Gegenden der Welt - USA, Saudi-Arabien, Katar», fügte Merkel hinzu.
«Man handelt ja immer in der Zeit, in der man ist», warb Merkel um Verständnis.
«Wir sind aus der Kernenergie (...) ausgestiegen. Wir wollten Schritt für Schritt - und wollen das ja immer noch - aus der Kohle aussteigen», rief sie in Erinnerung.
Zudem sei die Dringlichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen, zum Ende ihrer Amtszeit immer offensichtlicher geworden.
«Und trotzdem hat dieser brutale Überfall Russlands jetzt eine Veränderung gebracht. Das ist eine Zäsur. Und mit der muss die neue Regierung natürlich umgehen, und das tut sie ja auch», so Merkel