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Estland will keine flüchtenden Russen ins Land lassen

03.01.2023 • 10:43

In der Ukraine wächst die Sorge, dass Russland schon bald eine weitere Mobilisierung in seiner Bevölkerung starten könnte. Vor diesem Hintergrund erklärte Estlands Außenminister, dass der baltische Staat nicht bereit sei, russische Deserteure aufzunehmen.

In der Ukraine wächst die Sorge, dass Russland schon bald eine weitere Mobilisierung in seiner Bevölkerung starten könnte. Bei der Teilmobilmachung, die Präsident Wladimir Putin Ende September 2022 verkündete, wurden nach offiziellen Angaben 300.000 Männer zum Kriegsdienst eingezogen.

Vor diesem Hintergrund erklärte Estlands Außenminister Urmas Reinsalu, dass der baltische Staat nicht bereit sei, russische Deserteure bei sich aufzunehmen. Das berichtet das RedakionsNetzwerk Deutschland. Demnach wolle Estland keine Russen ins Land lassen, die vor einer weiteren Mobilisierungswelle flüchten würden. Die Grenzpolizei werde illegale Einreisen versuchen, strikt zu unterbinden.

Nach der Ankündigung einer Teilmobilmachung hatten rund 700.000 Russen das Land bereits verlassen. Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow äußerte kürzlich die Vermutung, dass der Kreml derzeit eine weitere Mobilisierungswelle vorbereite. Seinen Aussagen zufolge würde Russland dafür Anfang Januar die Grenzen schließen und das Kriegsrecht ausrufen.

Die bisher einberufenen Truppen hätten aber nur geringe bis keine Auswirkungen auf das akute Kampfgeschehen gehabt, wie das Institute for the Study of War analysierte. Dort heißt es, dass insbesondere die schlechte Ausrüstung und eine geringe Moral der Reservisten die Effektivität der Mannstärke ausbremsen würden.