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Eklat bei Weltklimakonferenz: Ägyptischer Abgeordneter rausgeschmissen

10.11.2022 • 14:10

Der Abgeordnete Amr Darwish sieht nach seinem Rauswurf bei der Weltklimakonferenz aus einer Veranstaltung nun seine Redefreiheit beschnitten.

Bei der momentan laufenden zweiwöchigen Klimakonferenz in Ägypten verhandeln Vertreter:innen aus fast 200 Ländern unter anderem darüber, wie der Kampf gegen die Erderwärmung verstärkt werden kann. Die Konferenz läuft bis Ende kommender Woche. Der Abgeordnete Amr Darwisch sieht nach seinem Rauswurf aus einer Veranstaltung nun seine Redefreiheit beschnitten. Was dort am 8. November passierte, „verstößt gegen die Redefreiheit und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, sagte Darwisch der Zeitung „Daily News Egypt“. Die Vereinten Nationen, unter deren Aufsicht die Konferenz in Ägypten stattfindet, sollten neutral sein.

 

Was passiert war: Der regierungsnahe Abgeordnete Darwisch hatte am Dienstag eine Veranstaltung der Demokratieaktivistin Sanaa Saif gestört. Nach einer hitzigen Diskussion mit der Chefin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Agnès Callamard, eskortierten UN-Sicherheitsleute ihn schließlich aus dem Saal. In Ägypten sind die Rede- und die Meinungsfreiheit extrem eingeschränkt. Abweichler und Kritiker der Regierung werden mit aller Härte verfolgt und riskieren Festnahmen und Verurteilungen. Eine ernsthafte politische Opposition gibt es nicht.