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Doch noch kein Ausstieg? Wissing will Experten über Atomlaufzeiten entscheiden lassen

03.01.2023 • 10:30

Um den Streit der Bundesregierung über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland zu schlichten, soll eine unabhängige Expertenkommission hinzugezogen werden.

Um den Streit der Bundesregierung über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland zu schlichten, soll eine unabhängige Expertenkommission hinzugezogen werden. 
Das schlug Bundesverkehrsminister Volker Wissing vor: wie er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (03.01.) sagte: „Wir brauchen jetzt keinen politischen Streit und keine Rechthaberei, sondern wir brauchen eine fachliche Antwort auf die Frage, wie wir stabile und bezahlbare Energieversorgung sicherstellen können und gleichzeitig unsere Klimaschutzziele erreichen.“ (Volker Wissing, "Frankfurter Allgemeine Zeitung")
Wissing fügte hinzu: „Wenn wir es politisch nicht diskutieren wollen, dann müssen wir es wissenschaftlich klären.“
Die Bundesregierung hatte nach einem Machtwort von Kanzler Olaf Scholz beschlossen, dass die drei verbliebenen Atomkraftwerke über das Jahresende hinaus bis zum 15. April weiterlaufen sollen. 
Damit wollte der Kanzler den koalitionsinternen Streit zwischen Grünen und FDP beilegen.
Während die FDP-Fraktion sich offen für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraft gezeigt hatte, sind hingegen die Grünen strikt dagegen.
Spätestens nach dem 15. April soll jedoch die Nutzung von Atomkraftenergie in Deutschland endgültig der Vergangenheit angehören.