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Deutsche Waldbrand-Lage ist "sehr beunruhigend"

28.12.2022 • 12:26

Tausende Hektar Wald sind im Jahr 2022 den Flammen zum Opfer gefallen. Und es könnten künftig noch deutlich mehr werden, denn Expert:innen geben düstere Prognosen ab.

Tausende Hektar Wald sind im Jahr 2022 den Flammen zum Opfer gefallen. Und es könnten künftig noch deutlich mehr werden, denn Expert:innen geben düstere Prognosen ab, „Als Folge des Klimawandels erleben wir nun extreme Hitzewellen sowie Dürren und damit steigt natürlich auch die Feuergefahr. Deutschland ist jetzt ein Waldbrandland", so Dr. Somidh Saha vom Karlsruher Institut für Technologie, welches sich mit den Auswirkungen von Bränden auf Ökosysteme beschäftigt. Mit großen Waldbränden, die sich über mehrere Hundert Hektar ausdehnten, sei in Deutschland jetzt regelmäßig zu rechnen, so Saha. Hauptgründe seien der Klimawandel und Fehler bei der Bewirtschaftung von Wäldern. „Leider ist die Situation sehr beunruhigend. In weiten Teilen Deutschlands gibt es ausgeprägte Niederschlagsdefizite, wir gehen mit sehr trockenen Böden und vielen geschwächten Bäumen als Hypothek ins nächste Jahr", so der Waldexperte und Professor an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Pierre Ibisch, laut Deutscher Presse-Agentur (dpa). „Wissenschaftliche Modelle gehen in jedem Falle von einem zukünftigen Anstieg der Feuergefahr aus."

Die trockenen Bäume seien es dabei nicht „die den Wald anzünden". „Die allermeisten Brände werden von Menschen gelegt", so Ibisch, der daher unter anderem Betretungsverbote und Kameraüberwachung in gefährdeten Gebieten fordert.