- Bildquelle: dpa © dpa

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der russische Präsident möchte Katar Tipps zur Umsetzung der WM im kommenden Winter geben.
  • Putin sagte, dass er Katar viel Erfolg bei der WM wünsche.
  • Die russische Mannschaft ist von der WM 2022 ausgeschlossen.

Wladimir Putin hat die Ukraine überfallen, ukrainische Gebiete völkerrechtswidrig annektiert und immer wieder mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Nun möchte der russische Präsident Katar Tipps zur Umsetzung der WM im kommenden Winter geben.

Laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti soll er dem katarischen Emir, Hamad Al Thani, bei einem Treffen in Astana gesagt haben: "Alles, was wir an Erfahrung bei der Vorbereitung auf eine Fußball-WM weitergeben können, machen wir, wie Sie wissen, darüber haben wir eben gerade die Möglichkeit gehabt, zu sprechen."

Bei dem Treffen in der Hauptstadt von Kasachstan sagte Putin, dass er Katar viel Erfolg bei der WM wünsche. Ebenso lud er Al Thani zu einem Besuch nach Moskau ein.

Menschenrechtsverstöße und der Umgang mit Arbeitern

Russland war 2018 das Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft. Diese WM stand in der Kritik: Ebenso wie bei der diesjährigen WM in Katar wurden auch in Russland die "miserablen Bedingungen der größtenteils ausländischen Arbeiter beim Stadionbau" angeprangert. Zudem stand der russische Fußballverband unter Dopingverdacht und die Politik Russlands wurde stark kritisiert.

Letzteres wird auch immer wieder in Bezug auf Katar beanstandet – Menschenrechtsverstöße und der Umgang mit Gastarbeitern stehen stark in der Kritik. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen in Katar wurde von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und auch von den Grünen ein Entschädigungsfonds für die verletzten und verstorbenen Arbeiter gefordert.

Russland ist wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine für alle internationalen Wettbewerbe im Fußball gesperrt, die russische Mannschaft ist daher auch von der WM 2022 ausgeschlossen.

Verwendete Quellen: