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Nach einem Olympia-Wirrwarr startet die deutsche Mixed-Staffel über 4 x 400 Meter nun doch im Finale. Und auch für die Stabhochspringer Oleg Zernikel und Bo Kanda Lita Baehre sowie die drei deutschen Diskuswerferinnen lief es am Samstag.

Der Weltmeisterschafts-Vierte Lita Baehre aus Leverkusen überwand in der Qualifikation alle Sprünge bis 5,75 Meter im ersten Versuch. Dem in Landau ansässigen deutschen Meister Zernikel reichten 5,65 Meter, um in den Medaillenkampf am Dienstag (12.20 Uhr/MESZ) einzuziehen.

Dagegen ist der Leverkusener Torben Blech ausgeschieden. Gehandicapt durch eine Brandblase am Finger und wohl einem geprellten Knie kam er nur über 5,30 Meter.

 

Im Diskuswurf kamen alle drei deutschen Starterinnen weiter. Kristin Pudenz aus Potsdam (63,73 Meter), die Leverkusenerin Marike Steinacker (63,22) und Claudine Vita aus Neubrandenburg (62,46) sind am Montag (13.00 Uhr/MESZ) im Medaillenkampf dabei. "Ich mache mir keine Gedanken über eine Medaille. Im Finale ist alles möglich", sagte Pudenz in der ARD.

Auf einmal wieder dabei ist die deutsche Mixed-Staffel über 4 x 400 Meter. Wie ein Sprecher des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mitteilte, war ein Protest erfolgreich. Damit rückte das Quartett als neuntes Team ins Finale am Samstag (14.35 Uhr/MESZ) nach.

Protest erfolgreich

Marvin Schlegel, Corinna Schwab (beide Chemnitz), Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (Oldenburg) und Manuel Sanders (Dortmund) waren am Freitag als Fünfte des zweiten Vorlaufs nach 3:12,94 Minuten ins Ziel gekommen. Weil die Jury die Disqualifikationen der USA und der Dominikanischen Republik später aber wieder zurücknahm, belegte die Staffel nur Rang neun und war somit vorerst draußen. Der DLV legte dagegen Protest ein - und hatte am Ende Erfolg.

Über die 400 Meter Hürden zog Carolina Krafzik aus Sindelfingen ins Halbfinale ein. "Es war gut. Bestzeit", konstatierte die 26-Jährige, nachdem sie als Fünfte mit der persönlichen Bestmarke von 54,72 Sekunden weitergekommen war.

Enttäuschend lief es dagegen über die 100 Meter Hürden für Ricarda Lobe. Die Mannheimerin schied als Letzte ihres Vorlaufs in 13,43 Sekunden aus. "Das habe ich mir ganz anders vorgestellt", sagte Lobe, die die vorletzte Hürde berührte und dann mit Muskelproblemen den Lauf nur noch "ins Ziel retten" wollte. "Schon bitter" sei das.