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Der Dortmunder Bundesliga-Profi Nico Schulz weist nach Angaben seines Vereins Vorwürfe der häuslichen Gewalt zurück. "Nico Schulz hat uns mitgeteilt, dass er sich mit Hilfe anwaltlichen Beistands gegen diese Vorwürfe zur Wehr setzen wird und obendrein die Unschuldsvermutung für sich in Anspruch nimmt", teilte der BVB am Sonntag mit. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Dortmund auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur Ermittlungen gegen den 29 Jahre alten Ex-Nationalspieler sowie eine Hausdurchsuchung bestätigt, über die zuerst die "Bild am Sonntag" berichtet hatte.

"Die erhobenen Vorwürfe, von denen Borussia Dortmund bis zur Medienberichterstattung keinerlei Kenntnis hatte, wiegen äußerst schwer und sind für den BVB schockierend", teilte der BVB mit. "Borussia Dortmund nimmt sie sehr ernst und distanziert sich von jeglicher Form der Gewalt. Borussia Dortmund ist jedoch kein Verfahrensbeteiligter und hat keinerlei Einsicht in Ermittlungsakten oder in die offenbar vorliegende Strafanzeige."

Erhoben wurden die Vorwürfe laut "Bild am Sonntag" von einer Ex-Freundin von Schulz, der beim Bundesligaspiel des BVB am Samstagabend gegen Bayer Leverkusen nicht im Kader stand. Die Social-Media-Profile des Bundesliga-Profis bei Twitter und Instagram waren am späten Samstagabend deaktiviert.

BVB behält sich Disziplinarmaßnahmen vor

"Borussia Dortmund hat die gestrige Medienberichterstattung in Bezug auf strafrechtlich erhobene Vorwürfe – das Privatleben von Nico Schulz betreffend – zum Anlass genommen, umgehend ein Gespräch mit dem Spieler und seinen Beratern zu führen", schrieb der BVB. "Der Spieler bestreitet die gegen ihn erhobenen Strafvorwürfe."

Schulz spielt seit 2019 für die BVB, zuvor war er für die TSG 1899 Hoffenheim sowie Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC aktiv. In Dortmund galt Schulz vor dem Bekanntwerden des Verfahrens als Wechselkandidat. In der Nationalmannschaft kommt der Außenverteidiger auf zwölf Länderspiele, zuletzt war er am 11. November 2020 beim 1:0 gegen Tschechien im Einsatz.

"Da es sich um ein schwebendes Verfahren im frühen Anfangsstadium der Ermittlungen handelt und die Sach- und Rechtslage für Borussia Dortmund Stand heute äußerst unklar ist, können wir derzeit noch keine arbeitsrechtlichen und disziplinarischen Maßnahmen verlässlich und rechtssicher entscheiden", teilte Dortmund mit. "Wir behalten uns diese allerdings jederzeit für einen Zeitpunkt vor, zu dem wir objektiv mehr wissen."