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Sportvorstand Fredi Bobic wird den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt einem Bericht der ARD-«Sportschau» zufolge im Sommer vorzeitig verlassen. Das habe der 49-Jährige in der Sendung «Sportschau Thema» bestätigt, schrieb die ARD am Dienstag. Der Vertrag des früheren Nationalspielers bei den Hessen lief eigentlich noch bis 2023, eine offizielle Bestätigung des Clubs lag zunächst nicht vor. Als möglicher neuer Verein des einstigen Stürmers wird Medienberichten zufolge Frankfurts Ligakonkurrent Hertha BSC gehandelt.

Bobic arbeitet seit 2016 bei der Eintracht und hat mit den Frankfurtern große Erfolge gefeiert. 2018 gewannen die Hessen den DFB-Pokal im Finale gegen den FC Bayern, 2019 stand der Bundesligist im Halbfinale der Europa League. Im Sommer wird auch Sportdirektor Bruno Hübner den Club verlassen.

Berichte über einen bevorstehenden Abschied von Bobic im Sommer hatte es in den vergangenen Tagen vermehrt gegeben. Am Montag hatte Sky über Verhandlungen über eine Vertragsauflösung berichtet. Bobic selbst hatte sich zunächst nicht dazu geäußert. Da war der 49-Jährige schon wiederholt als möglicher Nachfolger des im Januar als Geschäftsführer bei der Hertha entlassenen Michael Preetz gehandelt worden.

Ein Sprecher der Eintracht hatte am Dienstagvormittag zunächst auf eine Äußerung des Eintracht-Aufsichtsratsvorsitzenden Philip Holzer verwiesen - und der wiederum im Radiosender FFH auf den bis 2023 datierten Vertrag und auf «Gespräche über die zukünftige Ausrichtung der bislang sehr erfolgreichen Zusammenarbeit».

Vor seiner Zeit in Frankfurt hatte Bobic bei dem bulgarischen Club Tschernomoretz Burgas und beim VfB Stuttgart als Sportdirektor gearbeitet. In Frankfurt bewies er sein Gespür für einstmals bezahlbare Spieler und Talente wie Ante Rebic, Sébastien Haller oder Luka Jovic, mit denen die Eintracht für Furore sorgte und beim Verkauf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erlöste.

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