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Mehr Einwanderer fürs Auswärtige Amt: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) will dafür sorgen, dass Deutschland im Ausland künftig durch mehr Bundesbürger mit Migrationshintergrund vertreten wird. Steinmeier warb am Sonntag dafür, dass sich Deutsche mit ausländischen Wurzeln um einen Posten im Außenministerium bewerben. Bislang ist ihr Anteil relativ gering. Genaue Zahlen gibt es nicht.

"Die Welt um uns hat sich verändert. Und auch unser Land ist im Wandel", sagte Steinmeier. "Wir müssen deshalb das Potenzial der Deutschen mit ausländischen Wurzeln besser ausschöpfen. Dazu gehört auch, dass wir die Diversität der deutschen Gesellschaft im Auswärtigen Dienst besser abbilden."

Strenges Auswahlverfahren für bis zu 45 Bewerber

Am Dienstag ist in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin erstmals eine Konferenz geplant, mit der gezielt um Bewerber mit ausländischen Wurzeln geworben wird. Das AA stellt jedes Jahr über ein strenges Auswahlverfahren bis zu 45 Bewerber in den Vorbereitungsdienst für den Auswärtigen Dienst ein.

Insgesamt sind in der Zentrale des Auswärtigen Amts und in den etwa 230 Auslandsvertretungen mehr als 11 000 Menschen beschäftigt. Etwa die Hälfte davon sind Ortskräfte, die direkt an den jeweiligen Botschaften oder Konsulaten angestellt sind, davon auch viele Ausländer.