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Im Kampf gegen die mächtigen Jugendbanden des Landes setzt die salvadorianische Regierung künftig verstärkt auf die Streitkräfte. Dafür werden drei neue Bataillone mit insgesamt 600 Soldaten gegründet. Die schnelle Eingreiftruppe verfügt über Kampf-, Geheimdienst- und Logistik-Fähigkeiten.

Gewalt lähmt das Land

Mit mehr als 60 Morden je 100.000 Einwohnern ist El Salvador eines der gefährlichsten Länder der Welt. Für einen Großteil der Gewalttaten sind rivalisierende Jugendbanden - die sogenannten Maras - verantwortlich. Die Gangs waren einst in den USA gegründet worden und hatten sich nach der Abschiebung ihrer Mitglieder in Mittelamerika breitgemacht. Die Maras Salvatrucha und Barrio 18 kontrollieren ganze Stadtviertel und sind in Schutzgelderpressung und Drogenhandel verwickelt.

Erst am Wochenende waren innerhalb von 48 Stunden bei Gefechten zwischen den Streitkräften und Bandenmitglieder neun Verdächtige und drei Soldaten ums Leben gekommen. Laut einem Geheimdienstbericht rüsten die Gangs derzeit auf und schmieden Allianzen mit den mexikanischen Drogenkartellen.