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Das Wichtigste in Kürze:

  • Putin spricht von einem "Akt des internationalen Terrorismus" und einer "Sabotage" gegen die Pipelines Nord Stream 1 und 2.
  • Russland habe dazu eine Dringlichkeitsdebatte im UN-Sicherheitsrat beantragt, sagte Putin nach Kremlangaben.
  • Die Ukraine hatte Russland vorgeworfen, seine eigene Infrastruktur zerstört zu haben. Russland weist die Anschuldigungen von sich.

Wladimir Putin hat die mutmaßliche Sabotage and die den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 als einen "Akt des internationalen Terrorismus" bezeichnet, wie die dpa berichtet. In einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Erdogan habe der Kremlchef von einer "beispiellosen Sabotage" gegen die Gasleitungen von Russland nach Deutschland gesprochen.

Russland habe dazu eine Dringlichkeitsdebatte im UN-Sicherheitsrat beantragt, sagte Putin nach Kremlangaben. Der Rat wird zu diesem Thema am Freitag (30. September) tagen. Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte wegen der mutmaßlichen Sabotage an den Pipelines am Mittwoch (28. September) ein Verfahren wegen "internationalem Terrorismus" eingeleitet. Der Sprecher der russischen Führung, Dmitri Peskow, sprach da bereits von einem "Terrorakt".

Russland will wohl an Ermittlungen beteiligt werden

Angeblich sollen für die Zerstörungen an den Ostsee-Pipelines mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff gezündet worden sein. Aufschluss soll eine länderübergreifende Ermittlung diesbezüglich geben. An den Gasleitungen von Russland nach Deutschland wurden bisher zwei Lecks in der schwedischen Wirtschaftszone und zwei in der dänischen festgestellt. Aus den Lecks tritt seit Montag (26. September) Gas aus – dies sorgte für eine drastische Blasenbildung in der Ostsee.

Die Ukraine hatte Russland vorgeworfen, seine eigene Infrastruktur zerstört zu haben, um die Energiekrise in Europa zu verschärfen. Russland wolle dadurch Panik im Westen vor dem anstehenden Winter auslösen. Der Kreml hatte diese Anschuldigungen als "absurd" bezeichnet und wies jede Verantwortung für die Schäden an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 zurück. Zudem soll Russland gefordert haben, an den Ermittlungen beteiligt zu werden.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa