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Der einflussreiche US-Republikaner John McCain hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier wegen seiner Haltung zu Russland im Ukrainekonflikt ungewöhnlich scharf attackiert. Er warf ihm Beschwichtigungspolitik gegenüber Kremlchef Wladimir Putin vor. Steinmeier und die Bundesregierung weigerten sich, "dem Verhalten Wladimir Putins zu begegnen, der Ukrainer abschlachtet, während wir hier sprechen".

Wörtlich sagte McCain über Steinmeier: "Er besitzt für mich in keinster Weise Glaubwürdigkeit."

Der Senator regierte damit am Donnerstag in Washington auf Kritik Steinmeiers an den Republikanern und ihrem offenen Brief an die iranische Führung. Das Schreiben der 47 Senatoren habe eine Lösung im Atomstreit erschwert. "Es ist jetzt noch etwas schwieriger geworden", sagte Steinmeier. 

In dem Brief warnen die Republikaner, dass ein Atomvertrag mit Teheran jederzeit vom US-Senat oder vom nächsten Präsidenten gekippt werden könnte. Das Schreiben habe zu Irritationen geführt, so Steinmeier.