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Der Irak hat nach eigenen Angaben seinen Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat beendet. Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi gab am Samstag bei einer Konferenz in Bagdad bekannt, dass irakische Kräfte die vollständige Kontrolle über die Grenze des Landes mit Syrien hätten. Al-Abadis Sprecher sagte, die Entwicklung bedeute das Ende des militärischen Kampfes gegen den IS. Der ranghohe Militärkommandeur Abdel Amir Raschid Jar Allah bestätigte, dass die Kampfeinsätze abgeschlossen seien.

IS-Kämpfer hatten im Sommer 2014 knapp ein Drittel des irakischen Gebiets überrannt, darunter die zweitgrößte Stadt des Landes, Mossul. In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben irakische Bodentruppen mit großer Unterstützung der von den USA angeführten Militärkoalition das gesamte Territorium zurückerobert, das einst von den Extremisten gehalten wurde. Der IS ist aber weiter dazu in der Lage, Anschläge im Irak zu verüben. Zudem hat sich die Terrormiliz von vorherigen Rückschlägen erholt.

Letzte Stadt vom IS befreit

Im November nahmen irakische Kräfte wieder die Stadt Rawa nahe der Grenze mit Syrien ein, die letzte Stadt, die vom IS besetzt wurde. In den darauffolgenden Wochen machten sie damit weiter, Teile der weitläufigen Wüsten im Westen des Landes zu räumen.

Auf den Irak wartet nun die große Herausforderung des Wiederaufbaus. Die Kämpfe verursachten in vielen Gegenden massive Schäden. Rund drei Millionen Iraker sind noch Vertriebene.