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Die Menschen in Deutschland sind weit überwiegend zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Eine große Mehrheit bescheinigt sowohl Kanzlerin Angela Merkel (80 Prozent) als auch ihrer Regierung (88 Prozent) gute Arbeit, wie das am Donnerstag veröffentlichte ZDF-Politbarometer zeigt.

Davon profitieren auch Union und SPD in der Wählergunst. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 35 Prozent (plus 2 Punkte) und die SPD auf 17 Prozent (ebenfalls plus 2). Die AfD würde unverändert 10 Prozent erreichen. Die FDP erhielte nur noch 5 Prozent (minus 1) - ihr schwächster Wert seit drei Jahren. Verschlechtern würden sich auch die Linke mit 7 Prozent (minus 1) und die Grünen mit 20 Prozent (minus 2). Damit hätte sowohl eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen als auch eine Koalition aus CDU/CSU und SPD eine Mehrheit.

Weiterhin halten rund drei Viertel die Maßnahmen, die zum Schutz vor dem Coronavirus angeordnet wurden, für gerade richtig. 16 Prozent meinen, diese müssten härter ausfallen und neun Prozent finden sie übertrieben. Die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit halten sogar 90 Prozent für angemessen.

Die staatlich angeordneten Maßnahmen in der Corona-Krise gelten zunächst bis 19. April. Einer schnellen Lockerung dieser Vorgaben erteilen die meisten Befragten eine Absage: 55 Prozent sprechen sich in dieser Umfrage dafür aus, diese Maßnahmen auch darüber hinaus aufrecht zu erhalten. 29 Prozent fänden eine Lockerung ab diesem Zeitpunkt richtig und nur fünf Prozent plädieren für ein früheres Ende.