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Die Kandidaten für den SPD-Vorsitz, Petra Köpping und Boris Pistorius, stehen nach Ansicht von Sachsens SPD-Chef Martin Dulig für eine politische Erneuerung der Partei. "Sie bringen eine reiche kommunalpolitische Erfahrung und Bodenständigkeit ein", sagte er am Sonntag in Leipzig bei der Vorstellung von Sachsens Integrationsministerin und Niedersachsens Innenminister als Kandidatenteam. "Ich will eine starke Stimme aus dem Osten sein", sagte Köpping. "Die SPD muss wieder eine Partei werden, die sich um die Zukunft der Menschen kümmert", sagte Pistorius.

Ob rein oder raus aus der großen Koalition sei für ihn nicht die Frage, sagte Pistorius. "Wir müssen gucken, was mit der CDU noch möglich ist". So müsse die möglicherweise bevorstehende Rezession durch kluge präventive Wirtschaftspolitik bereits im Vorfeld abgefedert werden. Ein weiterer Prüfstein sei die Grundrente.

Nur SPD kann "Zusammenhalt im Land wieder herstellen"

"Die SPD ist die einzige Partei, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land wieder herstellen kann", sagte Köpping. Sie sei Brückenbauer zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, Arm und Reich, Ost und West. Sie sei die Partei, die bei allen politischen Herausforderungen stets den einzelnen Menschen im Blick hat.

Das Duo Köpping/Pistorius ist eines von mehrere Kandidatenteams für die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Nahles. Zudem gibt es Einzelkandidaten. Die Bewerbungsfrist bei der SPD läuft noch bis 1. September. An diesem Tag muss die Partei zugleich herbe Verluste bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen fürchten. Die neue SPD-Spitze soll dann in einer Mitgliederbefragung bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden.