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Angesichts der verheerenden Explosion in Beirut hat Außenminister Heiko Maas ein deutsches Soforthilfepaket im Umfang von zehn Millionen Euro für den Libanon angekündigt. "Die Menschen in Beirut brauchen unsere Hilfe und sie brauchen Anlass zur Hoffnung", erklärte der SPD-Politiker in Berlin. Die Videokonferenz für die Libanon-Hilfe an diesem Sonntag sei ein wichtiges Signal.

"Solche Zahlen machen fassungslos"

Die Zahl der Toten aufgrund der Explosion stieg auf 158, wie das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Die Zahl der Verletzten kletterte demnach auf rund 6000. Nach Angaben des Gouverneurs von Beirut haben bis zu 300 000 Menschen ihr Zuhause verloren. "Solche Zahlen machen fassungslos. Ich freue mich sehr, dass ich heute von Seiten der Bundesregierung weitere zehn Millionen Euro für Soforthilfemaßnahmen zusagen kann", sagte Maas der "Bild am Sonntag".

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ergänzte in einem Interview der "Welt am Sonntag": "Damit unterstützen wird die medizinische Grundversorgung, die Ernährungssicherung über das Welternährungsprogramm und kurzfristige Jobs zur Instandsetzung wichtiger Infrastruktur über unser "Cash for work"-Programm."

Fünf Tage nach der Explosionskatastrophe beraten Topvertreter der internationalen Gemeinschaft von 14.00 Uhr an über die Soforthilfe. Geleitet wird das Treffen von UN-Generalsekretär António Guterres und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, wie Kreise des französischen Präsidialamts berichteten.