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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Eine noch nicht identifizierte Person hat in der russischen Stadt Ischewsk über ein Dutzend Menschen getötet. 
  • Unter den Opfern befinden sich auch mehrere Kinder.
  • Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt.

Die Zahl der gemeldeten Todesopfer bei den Schüssen in der Schule Nummer 88 der für ihre Waffenschmieden bekannten Stadt wurde am späten Montagnachmittag mit 15 angegeben. Unter den Toten seien elf Kinder, teilte das nationale Ermittlungskomitee mit. Außerdem tötete der Täter sich selbst, wie die Behörden mitteilten. Zuvor war von 13 Toten die Rede gewesen, darunter mindestens zwei Lehrer und zwei Wachleute.

Mindestens 24 Verletzte 

24 Menschen seien verletzt worden, darunter 22 Kinder, hieß es. Einige Kinder verletzten sich demnach beim Sprung aus dem Schulfenstern. "In Udmurtien gab es heute eine Tragödie in Ischewsk in der Schule 88", sagte Gouverneur Alexander Bretschalow kurz nach der Tat. "Es gibt Opfer unter den Kindern und Verletzte." Er setzte eine dreitägige Trauer an. Die Ermittler nannten am Nachmittag auch die Identität des Mannes; es handele sich um einen 34-Jährigen, der einmal Schüler dort gewesen sei. Er soll mit zwei Makarow-Pistolen um sich geschossen haben.

Debatte um Waffenkontrollen

In Russland gab es bereits mehrfach Amokläufe an Bildungseinrichtungen mit Toten und Verletzten. Das hatte Debatten um eine Verschärfung der Waffenkontrollen ausgelöst. Im Mai vorigen Jahres hatte ein 19-Jähriger neun Menschen in einer Schule in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet. Die meisten Opfer in der Stadt Kasan waren auch damals Kinder. Der Mann wurde wegen Mordes festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.