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Bei dem Gletscherbruch in Norditalien ist ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer nach dem Unglück vom Sonntagmittag in den Dolomiten stieg damit auf mindestens sechs, wie eine Sprecherin der Rettungsleitstelle der Region Venetien auf Anfrage bestätigte. Details zu den Opfern wie etwa deren Nationalität wurden nicht mitgeteilt. Nach weiteren Bergsteigern unter den Eis-, Schnee- und Felsmassen wurde am Abend unter anderem mit Helikoptern und mehreren Hundestaffeln gesucht.

Am Bergmassiv Marmolata hatte sich ein großer Gletscherbrocken gelöst und war zu Tal gestürzt. Dabei wurde auch der normale Aufstiegsweg auf den 3343 Meter hohen Berg getroffen, auf dem sich gerade mehrere Seilschaften befanden; zwei davon wurden getroffen.

Einen Schwerverletzten flogen die Retter in ein Krankenhaus von Treviso. Zwei weitere Verletzte kamen in das Krankenhaus Belluno, fünf nach Trient. Die Such- und Rettungskräfte mussten äußerst vorsichtig vorgehen, weil die Gefahr bestand, dass weitere Eis- und Felsstürze folgen könnten. 18 Menschen befanden sich den Angaben zufolge oberhalb der abgebrochenen Stelle und warteten auf ihre Rettung.

«Wir haben ein lautes Geräusch gehört, typisch für einen Bergsturz», sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Ansa. «Danach sahen wir eine Lawine von Schnee und Eis in hoher Geschwindigkeit in Richtung Tal stürzen und wir wussten, dass etwas Schlimmes passiert ist.»