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Bei einem Busunglück in Mexiko sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien elf Touristen, ein Reiseführer und ein Kind, teilte die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Quintana Roo am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Von den insgesamt 20 Verletzten blieben 13 vorerst im Krankenhaus. Ein Bus hatte die Ausländer zur Maya-Stätte Chacchoben bringen sollen, auf dem Weg dahin kam es zum Unfall.

Die Touristen waren Reisende auf Kreuzfahrtschiffen. Der Zivilschutz in Quintana Roo meldete zunächst, einige Verletzte seien schwedische oder US-Bürger. Die Nationalität der Toten stand nicht sofort fest. Eine forensische Untersuchung und eine Ermittlung zur Unfallursache wurden eingeleitet.

Filmaufnahmen von der Unfallstelle zeigten den Bus auf einer Seite liegend im Gebüsch neben einer zweispurigen Fahrbahn. Einige Überlebende lagen auf dem Asphalt, andere liefen umher. Chacchoben befindet sich rund 175 Kilometer südlich der Stadt Tulum.

Fahrer verlor die Kontrolle

Der Tourist Chris Brawley, der kurz nach dem Geschehen am Morgen an der Unfallstelle ankam, sagte, der Fahrer habe eindeutig die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Überall auf der Straße seien Spuren zu sehen gewesen. Der aus Texas stammende Brawley sagte, die Straße sei trocken und die Sicht gut gewesen. Nach seiner Einschätzung war kein anderes Fahrzeug in das Unglück verwickelt.

Das betroffene Busunternehmen Costa Maya Mahahual erklärte, vor dem Unfall seien die Touristen in dem Bus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in der Küstenstadt Mahahual eingetroffen. Neben den Passagieren seien ein Fahrer und ein Reiseführer im Bus gewesen.

Das Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean Cruises mit Sitz in Miami erklärte, Passagiere der Schiffe «Celebrity Equinox» und «Serenade of the Seas» seien an dem Unfall beteiligt. Das Unternehmen bemühe sich um die medizinische Versorgung und den Weitertransport der Betroffenen.

Ein anderer Zeuge, der Geistliche Michael Schuenemeyer aus Cleveland, sagte, er sei rund eine Stunde nach dem Vorfall an dem Bus vorbeigefahren. Dieser sei gerade aufgerichtet worden, «er war in ziemlich schlechtem Zustand», so Schuenemeyer.