- Bildquelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Die fürs Osterwochenende erwartete Wettereintrübung ist nur von kurzer Dauer. Bereits für den Ostermontag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) wieder leicht steigende Temperaturen in Deutschland voraus. "Nach Abzug der Niederschläge verstärkt sich der Hochdruckeinfluss voraussichtlich schon wieder", sagte ein DWD-Meteorologe am Mittwoch in Offenbach. Damit könnte das sehr milde Frühlingswetter der vergangenen Tage den Angaben zufolge auch in der kommenden Woche weiter andauern.

Am Dienstag (7. April) wurde an drei Orten in Baden-Württemberg bereits ein echter Sommertag mit mehr als 25 Grad verzeichnet. Am wärmsten war es dabei laut DWD mit 25,9 Grad in Rheinau an der Grenze zu Frankreich. Auch am Karfreitag erwarten die Meteorologen im Süden Deutschlands noch einen Sommertag - dann sinken die Höchstwerte deutschlandweit. Am Ostersonntag kommt zudem leichter Regen auf, der sich bis zum Montag hält. "Damit verbunden gibt es eine leichte Abkühlung von etwa vier bis fünf Grad, Nachtfröste sind aber nicht zu befürchten", sagte der Meteorologe.

Anhaltende Trockenheit bereitet Sorge

Mehr Sorgen als drohende Fröste bereitet vielen Gartenbesitzern und Obstbauern unterdessen die anhaltende Trockenheit. "Wir hatten seit dem 15. März kaum Niederschläge", berichtete der Meteorologe. Bereits am vergangenen Samstag hatte der DWD darauf hingewiesen, dass die oberen Erdschichten vielerorts bereits ausgetrocknet seien. Hobby-Gärtnern wurde empfohlen, ihre Pflanzen zu bewässern. Die Stadt Frankfurt/Main warnte vor einer inzwischen hohen Waldbrandgefahr. "Jeder Funken kann das trockene Laub und die dürren Zweige aus dem letzten Herbst entfachen", sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne).

Ob die für das Osterwochenende vorhergesagten Schauer die Trockenheit nennenswert mildern, bezweifelte der DWD-Meteorologe. Das sei "nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein". Immerhin könnte die erwartete Wettereintrübung dazu beitragen, dass Menschen ihre Aufenthalte im Freien einschränken. Seit Tagen mahnen Politiker, Behörden und Kommunen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen einzuhalten und keine Ausflüge zu machen. "Auch wenn es schwer fällt, sollte am Osterwochenende auf nicht notwendige Fahrten verzichtet werden", riet ein Sprecher des Autofahrerclubs ADAC.