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Mehrere Flüchtlingskinder sind in einer Schule in Wurzen bei Leipzig von Mitschülern angegriffen und verletzt worden.

Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig vom Donnerstag wurden am Mittwoch fünf Kinder von einer Gruppe von Achtklässlern bespuckt, mit Steinen beworfen, geschubst und in einer Tür eingeklemmt. Ein neunjähriges Mädchen erlitt eine Knochenabsplitterung im rechten Arm.

Ein weiteres 14 Jahre altes Mädchen musste mit Quetschungen am Arm ebenfalls vom Notarzt behandelt werden. Die drei anderen Kinder blieben unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Laut Polizei war dies nicht der erste Vorfall. Die Opfer, deren Eltern Asyl beantragt haben, besuchen seit knapp einem Monat eine sogenannte DAZ-Klasse (Deutsch als zweite Fremdsprache). In dieser Zeit seien sie bereits fünfmal verbal und körperlich angegriffen worden. Die Kinder würden von ihren Eltern vorerst nicht mehr zur Schule geschickt, weil dort ihre Sicherheit nicht gewährleistet werden könne.

Angriff auf Flüchtlingsbus

Im sächsischen Jahnsdorf hat eine Gruppe von 30 Menschen einen Bus mit Flüchtlingen bei der Ankunft vor einem Asylbewerberheim angegriffen.

Die Gruppe blockierte am Donnerstagabend zunächst das Fahrzeug, anschließend wurden Gegenstände geworfen und Böller gezündet, teilte das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Polizei in Leipzig am Freitag mit. Der Busfahrer wurde durch einen Böller am Fuß verletzt.

Eine Fensterscheibe des Fahrzeugs ging zu Bruch. Die Asylbewerber wurden in einer anderen Unterkunft untergebracht. Das OAZ ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs.