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In Europa stiegen die Temperaturen mehr als doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Das teilte die Weltwetterorganisation (WMO) am Mittwoch (2. November) in Genf mit und legte zusammen mit dem europäischen Erdbeobachtungssystem Copernicus den "Klimazustandsbericht Europa" vor.

"Die Temperaturen in Europa sind in den letzten 30 Jahren so stark gestiegen wie auf keinem anderen Kontinent", so die WMO auch auf Twitter. Der Bericht zeige ein "Live-Bild einer sich erwärmenden Welt".

Durchschnittlich um 0,5 Grad pro Dekade seien die Temperaturen im Zeitraum 1991 bis 2021 in Europa angestiegen. Von 1997 bis 2021 hätten die Alpengletscher rund 30 Meter ihrer Eisdecke verloren, so der Bericht weiter. Auch das Eisschild Grönlands schmelze und beschleunige damit den Anstieg des Meeresspiegels.

Europa erlebt live, wie die Welt sich erwärmt

Während der Erwärmungstrend anhalte, werden "außergewöhnliche Hitze, Waldbrände, Überschwemmungen und andere Auswirkungen des Klimawandels die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Ökosysteme beeinträchtigen", so die WMO. "In Europa erleben wir live, wie die Welt sich erwärmt und dies zeigt uns, dass selbst gut vorbereitete Gesellschaften nicht vor den Auswirkungen extremer Wetterereignisse sicher sind», warnte WMO-Chef Petteri Taalas.

Immerhin gab es in dem Bericht auch eine positive Entwicklung zu verkünden: Die EU sei Vorzeigeregion in Sachen Eindämmung des Treibhausgasausstoßes, dieser sei von 1990 bis 2020 um 31 Prozent gesunken.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
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