- Bildquelle: Annette Riedl/dpa © Annette Riedl/dpa

Nach dem Kampf um den letzten Sonnenplatz dürften viele in den kommenden Tagen eher den Schatten suchen: Mit deutlich über 30 Grad trifft Deutschland die erste Hitzewelle des Sommers. Schon der Mittwoch brachte Jahres-Höchstwerte - und bis zum Freitag wird es wohl immer heißer.

 

Hitze im Westen und Südwesten 

Sehr warme Luft aus dem Mittelmeerraum hatte bislang vor allem auch den Westen und Südwesten zum Schwitzen gebracht. Am wärmsten wurde es am Mittwoch dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge mit 33,9 Grad in der Nähe von Speyer, im Ort Waghäusel-Kirrlach.

Am Donnerstag könnte es den Meteorologen zufolge bis zum Abend im Westen und Nordwesten dann vereinzelte Gewitter mit Sturm, Hagel und heftigen Starkregen geben. Die Höchstwerte dürften bei 30 bis 36 Grad liegen, auf den Inseln bleibt es noch deutlich kühler.

Am Freitag ist erneut mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Auch an den Alpen kommt es örtlich zu Hitzegewittern. Ansonsten bleibt es sommerlich und trocken. Der Hitze-Hotspot liegt dann wohl erneut im Osten des Landes, mit bis zu 37 Grad.

Schulferien beginnen

Passend du den sommerlichen Temperaturen starten in der nächsten Woche auch die großen Schulferien in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin, als letzte starten dann Ende Juli Baden-Württemberg und die Bayern. Auf den Straßen dürfte es dann wieder voll werden. "Autoreisen sind im Aufschwung, und der Trend zum Urlaub im eigenen Land setzt sich in diesem Sommer massiv fort", meldete Europas größter Touristikkonzern TUI.

Droht auf deutschen Autobahnen also ein "Super-Stau-Sommer"? Nein, sagt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel in München. Auf den Autobahnen und Ferienrouten in Deutschland sei mit beträchtlichem Reiseverkehr zu rechnen, "einen "Super-Stau-Sommer" sehen wir aber deshalb nicht". Der intensive Reiseverkehr beginne erst Mitte Juli.

Vielerorts steigt derzeit auch die Waldbrandgefahr. Zur Früherkennung von Bränden setzen deshalb etwa Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf den Einsatz von zwei kleinen Flugzeugen. Die mit einem Piloten, einem Beobachter und einem Förster bemannten Cessnas sollen ab Donnerstag in einigen Gebieten der Bundesländer ihre Routen abfliegen und nach Rauchbildung Ausschau halten, sagte Thomas Friedhoff, Referent des Feuerwehrflugdienstes Niedersachsen.