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Ängste vor Versorgungsengpässen und vor steigenden Lebensmittelpreisen - dazu hat die Corona-Situation im Frühjahr bei vielen Verbrauchern in Deutschland geführt. Zu diesem Ergebnis kommen unabhängig voneinander zwei Analysen aus Niedersachsen, vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück und der Universität Göttingen.

Beide führten im April repräsentative Befragungen in Deutschland durch. Demnach gingen die Menschen in dieser Zeit weniger oft einkaufen, kauften aber insgesamt wohl mehr Waren.

Für die Quakenbrücker Analyse waren vom 22. bis zum 27. April 1056 Verbraucherinnen und Verbraucher befragt worden, bei der Göttinger Umfrage vom 9. bis zum 20. April 947 Menschen.

Laut der Quakenbrücker Studie gaben rund ein Drittel der Befragten an, mehr Zeit für ihre Mahlzeiten und die Erstellung der Einkaufslisten aufzuwenden und damit auch ihren Einkauf besser zu planen. 33 Prozent der Befragten gaben außerdem an, mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben zu haben, sagte Studienleiter Adriano Profeta.

Mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben

Einerseits spiegelt sich darin demnach das Hamstern von Waren wieder. "30 Prozent haben gesagt, dass sie jetzt mehr Lebensmittel im Haushalt bevorraten als vorher", sagte Profeta. Andererseits habe die bessere Planung der Einkäufe bei einem Viertel der Befragten auch dazu geführt, dass weniger Lebensmittel weggeworfen worden seien. 38 Prozent wollen das demzufolge auch in Zukunft so halten.

Laut der Umfrage des DIL stieg im April die Sorge der Menschen, nicht mehr genügend Lebensmittel kaufen zu können, sprunghaft an: Vor der Corona-Pandemie hätten diese Befürchtung nur 3,3 Prozent der Befragten gehabt, im April dann 18 Prozent.