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Olivera Ćirković wird am 3. September 1969 in Belgrad geboren. Nach Anfängen im serbischen Basketballverein "Roter Stern Belgrad" wechselt sie in die griechische Profiliga und feiert dort Erfolge.

 

Sporttalent mit krimineller Energie

In Griechenland trifft Ćirković 1995 auf einen Kriminellen, der später ihr Mann und der Vater ihres Sohnes wird.

Die Sportlerin ist fasziniert vom kriminellen Milieu. Die Raubüberfälle ihres Mannes und seines Umfelds ermöglichen ein Leben voller Reichtum und Luxus, während es vielen Menschen in Ćirkovićs Heimat wegen des Krieges sehr schlecht geht. Dass die Verbrecher:innen teure Waren aus Geschäften stehlen, empfindet sie in diesem Kontext als Ausdruck von Freiheit.

Aus Sympathie für die Verbrecher wird mehr, Ćirković beteiligt sich an den kriminellen Geschäften. Dafür nutzt sie auch die Kontakte und finanziellen Mittel, die sie der Sportkarriere und ihrer Tätigkeit als Basketball-Managerin verdankt – sowie ihren guten Ruf.

 

Die Geschäftsfrau wird zur Verbrecherin

Zunächst verkauft Ćirković Schmuggelware, schließlich steigt sie selbst in die Beschaffung der Waren ein – und schreckt dafür nicht vor schweren Verbrechen zurück: Ab 2003 plant sie mit einem Team Raubüberfälle.

In verschiedenen Ländern rauben Ćirković und ihre Helfer:innen drei Jahre lang Geschäfte aus – bis sie 2006 nach dem Überfall auf ein Juweliergeschäft auf Kreta verhaftet wird.

Doch auch nach der Verurteilung und einer Haftstrafe, von der sie zweieinhalb Jahre absitzt, macht sie weiter. 2012 wird Ćirković erneut verhaftet.

 

Kunstschaffen ermöglicht Ausbruch

Zurück im Gefängnis wird Ćirković, die inzwischen als "Pink Panther Lady" bekannt ist, zur Künstlerin. Durch ihre Arbeit an Kunstwerken bekommt sie Zugang zu Bereichen, die Häftlingen sonst verwehrt sind.