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Die verbrannte Fläche im Vergleich

Die derzeitigen Waldbrände in Kalifornien und Umgebung haben bereits eine Fläche von 740.740 Fußballfeldern in Schutt und Asche gelegt. Das ist umgerechnet zwei Mal die Fläche von Luxemburg. Die Brände im Amazonas-Regenwald erreichten eine ähnlich hohe Zahl. Die Waldbrände dort sind aber im Vergleich zu der USA vor allem auf bewusste Brandrodung zurückzuführen, da die südamerikanischen Bauern von der Agrarwirtschaft leben und Platz für ihre Rinder schaffen wollen. 

Die größte verlorene Fläche durch Waldbrände weist Australien auf: 9 Millionen Fußballfelder, was flächenmäßig der Größe von Bayern entspricht, brannten dort schon ab. 

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Fakten über Waldbrände  

In Australien geht das Kriminologie-Institut nur selten von natürlichen Brandursachen aus: bei 22 Prozent besteht Verdacht auf Brandstiftung. 2019 war das Land auf Platz 2 der Länder mit den meisten Waldbränden. Das ist aber keine große Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Waldbrände nicht wie in Brasilien und den USA saisonal, sondern ganzjährig stattfinden. Brasilien landete aber trotzdem mit seinen vermehrt von August bis Oktober auftretenden Waldbränden auf Platz 1.   

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Nicht zu vergessen sind auch die Opfer, die aufgrund eines Waldbrandes ums Leben kommen. Allein 1918 starben in den USA 1.000 Menschen durch Waldbrände.  Den höchsten wirtschaftlichen Schaden musste bislang Indonesien erleiden. 

Wirtschaft vs. Natur  

Der größte Unterschied zwischen dem ökonomischen und dem ökologischen Schaden ist die Regenerationszeit. Die Wirtschaft eines Landes wird belastet durch die Kosten, die beispielsweise durch den Wiederaufbau von Häusern und Straßen entsteht. Sie kann aber mit den richtigen Mitteln innerhalb von wenigen Jahren wiederhergestellt werden, die Natur hingegen benötig Jahrzehnte. Unabhängig davon, welche Mittel zur Regeneration verwendet werden, die mit bis zu 500 Grad zerstörten Flächen brauchen 50 bis 100 Jahre, um sich vollständig zu regenerieren.