Teilen
Merken
Galileo

"Todeszonen" im Ozean: Forschende vermessen erstmals sauerstoffarme Bereiche

05.01.2022 • 17:29

"Todeszonen": Das sind Gebiete im Meer, in denen das Wasser so sauerstoffarm ist, dass dort kaum mehr Leben existiert.

„Todeszonen“: Das sind Gebiete im Meer, in denen das Wasser so sauerstoffarm ist, dass dort kaum mehr Leben existiert. Solche Zonen gibt es unter anderem im Schwarzen Meer, vor der US-Golfküste und auch in der Ostsee. Ein Thema, über das man weiter forschen sollte – findet Forscher Jarek Kwiecinski vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). „Es ist wichtig, diese Todeszonen detailliert zu kartieren – allein schon, damit wir Vergleichswerte für die zukünftigen Veränderungen haben“, erklärt er in seiner Studie für das MIT auf der offiziellen Universitäts-Website.

Ein Forschungsteam wertete deshalb für eine genaue Kartierung 15 Millionen Messungen aus, die in den letzten 40 Jahren von Treibbojen und Forschungsschiffen gesammelt worden sind. Das Ergebnis: Hochauflösende Karten, die erstmals Ausdehnung, Tiefe und innere Struktur der Sauerstoff-Minimum-Zonen zeigen. „Wir können nun erstmals genau sehen, wie sich die Verteilung des anoxischen Wassers im Pazifik in drei Dimensionen verändert“, sagt Koautor Andrew Babbin vom MIT.

Die Karte liefert für die Zukunft wichtige Erkenntnisse, denn die Forscher:innen gehen davon aus, dass sich solche Todeszonen im Ozean durch die fortschreitende Erwärmung der Meere weiter ausbreiten werden.