Teilen
Merken
Galileo

Sieben-Tage-Inzidenz über 500: Wie schlimm ist das?

17.01.2022 • 11:35

Die 7-Tage-Inzidenz steigt und steigt - zuletzt auf 528,2 als neuen Höchstwert (Stand: 17.1.). Vor nicht allzu langer Zeit galt die 50er-Marke als kritische Grenze. Was bedeutet also ein rund zehnmal so hoher Wert für Deutschland?

RKI-Präsident Lothar Wieler sieht laut dpa mit der rasanten Ausbreitung der neuen Omikron-Variante eine "neue Phase der Pandemie". Dabei werden weniger die reinen Fallzahlen, sondern die Zahl der Schwerkranken entscheidend sein. Doch bislang schlägt sich die Omikron-Welle nicht auf die Intensivstationen nieder.

Auswirkungen von Omikron

Trotzdem warnt Wieler: Durch die stark ansteckende Omikron-Variante werden auch die Zahl der Hospitalisierungen und Todesfälle wieder steigen. Die Frage: Wie stark?
Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters geht der dpa zufolge davon aus, dass ein "Wiederanstieg der Zahl der Intensivpatienten in Deutschland" noch nicht ganz so schnell zu sehen sein werde.

Omikron: Impflücke bereitet Sorgen

Das hänge auch an den vergleichsweise strengen Maßnahmen wie etwa 2G Plus. Und obwohl weite Teile der Bevölkerung geimpft sind, bereitet die recht große Impflücke den Fachleuten Sorgen.
Derzeit sind die Inzidenzen zwar bei Jüngeren deutlich höher als bei Älteren, aber mit Blick auf die Omikron-Welle bereiten dem Intensivmediziner vor allem ältere Menschen Sorgen. Ein rechtzeitiges Gegensteuern bei wachsender Belastung hält Karagiannidis aber in jedem Fall für möglich.