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Galileo

Lichtblitze: Astronomen entdecken "Schwarze Witwe" im All

05.05.2022 • 11:45

Amerikanischen Weltraumforschenden ist eine extrem seltene Entdeckung gelungen: Über verdächtige Lichtblitze spürten sie einen sogenannten "Schwarze Witwe"-Stern auf.

Amerikanischen Weltraumforschenden ist eine extrem seltene Entdeckung gelungen: Über verdächtige Lichtblitze spürten sie einen sogenannten "Schwarze Witwe"-Stern auf.
Bei "Schwarzen Witwen" handelt sich um schnell rotierende Pulsarsterne, die ihren Namen dem Umstand verdanken, dass sie nach und nach ihre Nachbarsterne "verschlingen" und dadurch am Leben bleiben.
Das vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entdeckte Objekt mit dem Namen "ZTF J1406+1222" ist eine von nicht mehr als einem Dutzend "Schwarzen Witwen" in der Milchstraße. Und eindeutig die bizarrste, wie aus der im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie hervorgeht.
So hat der Stern etwa die kürzeste Umlaufzeit der bisher beobachteten Schwarzen Witwen: In nur 62 Minuten umrundet sein "Beutestern" das Objekt. Noch kurioser: Der Stern wird von einem weiteren Stern umkreist. Der ist aber derart weit entfernt, dass er stolze 12.000 Jahre für eine Umrundung benötigt.

Erstmals Entdeckung durch sichtbares Licht

Besonders macht den Stern auch die Art, wie er entdeckt wurde: Bisher wurden die Forschenden durch Gamma- oder Röntgenstrahlung auf Pulsare aufmerksam.
Diesmal führte erstmals sichtbares Licht zur Entdeckung: Diese stammte vom "Beutestern", dessen Tagseite deutlich heißer wird als seine Nachtseite. Diese Differenz erkannten die Wissenschaftler:innen in Form von "Lichtblitzen", die schließlich zur Entdeckung der "Schwarzen Witwe" führte.