Teilen
Merken
Galileo

Was wurde eigentlich aus Typhus?

Staffel 202015.04.2020 • 18:00

Während wir heute weltweit gegen das Corona-Virus kämpfen, sorgt auch eine andere Krankheit für viel Leid: Typhus endet oft tödlich und ist in Entwicklungsländern noch immer stark verbreitet. Doch was ist Typhus eigentlich?

Typhus, eine unterschätze Infektionskrankheit, die oft tödlich endet. Durch gute Hygienemaßnahmen in den Industrienationen fast vollständig verschwunden, leiden Entwicklungsländer heute immer noch unter der gefährlichen Krankheit.

Typhus war auf Grund der schlechten hygienischen Verhältnisse und unzureichender Trinkwasserqualität bis Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Europa eine weit verbreitete Infektion.

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Bakterien als Erreger verschiedener Krankheiten entdeckt wurden, führte dies zu einer Art Gesundheitsrevolution. Dadurch verbesserte sich die Trinkwasserqualität erheblich, und die Zahl der Typhuserkrankungen in Europa ging deutlich zurück.

Die Typhus-Erreger sind Salmonellen-Bakterien und deren einziges Erregerreservoir ist der Mensch. Somit wird die Erkrankung auch von Mensch zu Mensch weitergegeben. Meistens erfolgt die Übertragung durch eine Schmierinfektion – also über kontaminierte Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser. Die hygienischen Verhältnisse spielen daher eine entscheidende Rolle.

Nach einer Inkubationszeit zwischen zwei und 21 Tagen, leiden die Erkrankten an Fieber, Bauchschmerzen und schweren Durchfällen. Wie viele Menschen heute noch an Typhus erkranken, wie die Krankheit behandelt wird und welche Rolle sie für Ihre Reisepläne und persönliche Gesundheit spielt, erfahren Sie im Video.