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Galileo

Was wurde eigentlich aus dem Hantavirus?

Staffel 202015.04.2020 • 18:00

Nicht nur das Corona-Virus zieht seine Kreise. Erst 2019 warnten Experten vor einem größeren Ausbruch des Hantavirus in Deutschland. 2020 ging die Zahl der Ansteckungen wieder deutlich nach unten. Aber wie gefährlich ist das Virus heute noch?

Die Gefahr durch das Corona-Virus wird heute viel diskutiert, doch 2019 warnten Experten vor einer anderen Krankheit in Deutschland. Landesweit hatte es 833 Erkrankungen durch das Hantavirus gegeben. Auch wenn 2020 die Zahl der Ansteckungen wieder deutlich zurückging, stellt sich trotzdem die Frage: Wie gefährlich ist das Virus heute noch?

Das Hantavirus hat seinen Namen von dem Fluss Hantan in Südkorea. Dort erkrankten in den 1950er Jahren während des Koreakriegs über 3.000 US-Soldaten. Erst 1977 gelang es dann verschiedenen Forschern das bis dahin unbekannte Hantan-Virus zu isolieren. Seitdem existiert die Hantavirus-Infektion in Deutschland wie auch im restlichen Europa in der Regel als milde Form des Hämorrhagischen Fiebers – also Fieber, das durch eine bestimmte Gruppe von Viren ausgelöst wird.

Hantaviren sind weltweit verbreitet und in vielen Regionen endemisch – die Krankheit tritt also dauerhaft immer wieder auf. Eine Impfung gibt es nicht. Je nach Virustyp verläuft die Erkrankung unterschiedlich schwer.

Das Hantavirus wird über Nagetiere wie Ratten und Mäuse auf den Menschen übertragen. Auch bei Fledermäusen wurde es schon nachgewiesen. In Deutschland verbreiten vor allem Rötelmäuse die Hantaviren. Welche Symptome das Hantavirus kennzeichnen, wie man sich vor einer Infektion schützen kann und wer besonders gefährdet ist, sehen Sie im Video.