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Duell: "Fanclip" gegen "Braufässchen"

Fanclip

Fußball und Bier: Die erste Erfindung bei "Das Ding des Jahres" Folge 4 bringt die Leidenschaften der beiden Erfinder Helmut Zangerl und Axel Schnaller aus Tirol in Einklang. Wenn Helmut und Axel im Stadion über ein Tor ihrer Lieblingsmannschaft jubeln, wissen sie nicht, wo sie ihren Bierbecher abstellen sollen. Die unvermeidbare Folge: Der Becher fällt um und das gute Bier geht verloren.

Um dieses Problem zu umgehen, erfanden Helmut und Axel den "Fanclip". Mit dem "Fanclip" kann jeder Fußballfan seinen Becher an die Haltestange oder den Vordersitz im Stadion clippen. Die Bierdusche bleibt damit aus.

Braufässchen

Für ein leckeres Bierchen muss man nicht extra ins Stadion gehen. Im ersten Duell des Abends ist auch Dominik Guber aus München mit seinem "Braufässchen". Er und seine Freunde veranstalten immer wieder Bierabende, bei denen sie die neuesten Sorten des goldenen Getränks testen. Als sie selbst Bier brauen wollen, stellen sie fest: Es gibt kein Bierbrau-Set, das auch von Laien ohne Fachwissen einfach benutzt werden kann.

Und geboren war die Idee vom "Braufässchen", mit dem man nur noch Malz, Wasser, Hefe und Aroma miteinander mischen muss, bevor man nach einiger Zeit das eigene Bier zapfen kann. Coole Idee, fand das Publikum. Trotzdem musste sich das "Braufässchen" mit 49 Prozent zu 51 Prozent gegen den "Fanclip" geschlagen geben.

Duell: "Löffli" gegen "butter-leaf"

Löffli

Hast du schon einmal einen Joghurt gegessen und dich darüber geärgert, dass du den letzten Rest nicht aus dem Becher bekommst? Ja? "Löffli"-Erfinder Damian Furtak ging es genauso. Der "Löffli" besteht aus einem Metallkern, der wiederum mit Silikon ummantelt ist. Bis zum endgültigen Produkt entwickelte Damian sechs Prototypen.

Der "Löffli" soll jedoch nicht nur den Alltag eines hungrigen Joghurt- oder Marmeladen-Essers erleichtern, sondern auch einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten: Millionen von Einwegbechern müssen vor dem Wegwerfen nicht mehr ausgewaschen werden. Wassersparen ist mit dem "Löffli" demnach laut Damian Furtak leichtgemacht.

butter-leaf

Der eine schneidet seine Butter seitlich ab, der andere von oben. Am Frühstückstisch kann das für Streit sorgen, glaubt Erfinder Martin Iljazovic aus Österreich. Der "butter-leaf" ist eine spezielle Butterdose, die gleichzeitig ein Butterschäler. Die Butterscheibe kann so kinderleicht abgeschnitten werden und sieht immer gleich aus. Der Frühstücksstreit ist passé.

Martin ist vom "butter-leaf" überzeugt und plant, dass Kunden in Zukunft auch personalisierbare Butterschäler bei ihm bestellen können. Dem Publikum stellt sich die Butterfrage nicht. Der Duell-Sieger heißt deshalb mit 75 Prozent der Stimmen "Löffli".

Duell: "HelioTent" gegen "MediBech"

HelioTent

Der Schwarzwälder Klaus Lang hat bei einer Dienstreise nach Dubai bemerkt, dass viele Menschen gegen Sonnencreme allergisch sind. Rund 15 Jahre lang tüftelte der 52-jährige Erfinder deshalb am mobilen Sonnendach "HelioTent". Das "HelioTent" lässt Sonnenanbeter die positiven Effekte der Sonne genießen.

Die negativen Auswirkungen der UV-Strahlung kommen nicht durch die in Zusammenarbeit mit Universitäten entwickelte Schutzfolie.

MediBech

Ins Duell gegen das "HelioTent" geht Claus Heller mit seiner Erfindung "MediBech". Die Mutter des Österreichers erkrankte an Parkinson und konnte ihre Medikamente wegen ihrer zitternden Hände nicht mehr einnehmen. Als seine Mutter verstarb, war für Claus Heller klar: Er muss ein Produkt entwickeln, das hier helfen kann.

Entstanden ist der lebensmittelechte "MediBech", ein Becher, der beim Schlucken von Tabletten unterstützt. Jury-Mitglied Lena Gercke kennt das Problem – wie auch 73 Prozent des Publikums. Der Duellgewinner heißt "MediBech"!

Duell: "Nachhälter" gegen "All in Wash"

Nachhälter

Umweltbewusst geht es beim nächsten Duell zu. Den Anfang macht die Verpackungslösung "Nachhälter". Das Ehepaar Edna und Christoph Kleber fand es erschreckend, wie viel Plastikmüll es auf der Welt gibt. Bisherige Alternativen zu Plastik bestehen häufig aus Nahrungsmittelkonkurrenzmaterial wie Maisstärke oder Zuckerrohr. Der "Nachhälter" dagegen wird einzig und allein aus Hackschnitzeln, die in der Forstwirtschaft anfallen, hergestellt. Wird die Verpackung Feuchtigkeit ausgesetzt, baut sich diese nach wenigen Tagen ab.

Selbst in Gewässern wird der "Nachhälter" nicht zur Gefahr für Fische und andere Wasserbewohner. Wenn der Beutel leer ist, kann man ihn im Kompost oder Papiermüll entsorgen. Edna und Christoph legen zusätzlich viel Wert darauf, was in ihrem "Nachhälter" verpackt wird: Regional und bio soll es gerne sein.

All in Wash

Boris und Oliver Schumacher powern sich nach der Arbeit gerne im Fitnessstudio aus. Beim Duschen fiel beiden der ganze Verpackungsmüll auf. Die Erfinder des "All in Wash" begannen zu experimentieren. Nach 40 Probemischungen entstand ein Pulver, das man zuhause bequem mit Leitungswasser zum flüssigen Duschgel oder zur Seife anmischen kann. Das "All in Wash" kommt als Abo und mit recyclebarer Verpackung. Dafür, dass die Verpackung wirklich zu einem neuen Produkt verarbeitet wird, sorgen Boris und Oliver mit einem kostenloses Rücksendeetikett für zehn Verpackungen.

Das Publikum möchte den "Nachhälter" in der nächsten Runde sehen. Die Erfindung von Edna und Christoph Kleber gewinnt nicht nur das Duell, sondern darf direkt ins Finale von "Das Ding des Jahres" 2020 einziehen.

Kinder- und Jugendduell: "Ortho-Load-Tracker" gegen "Hefterheft"

Ortho-Load-Tracker

Die Erfindung des 15-jährigen Jan Heckel ist eher untypisch für Jugendliche. Sein "Ortho-Load-Tracker" ist eine Erfindung für die Medizintechnik. Wenn man sich den Fuß gebrochen hat, muss man häufig eine Orthese zur Unterstützung der Heilung tragen. Die Orthese darf jedoch kaum belastet werden – ziemlich ungewohnt für die meisten Menschen. Der "Ortho-Load-Tracker" misst die Belastung auf der Orthese und meldet in einer Handyapp, wenn eine Überlastung vorliegt.

Der Benutzer verkürzt so im besten Fall seine Heilungszeit durch die richtige Verwendung der Orthese.

Hefterheft

Moritz Rothacher hört leidenschaftlich K-Pop und hat seine Erfindung unter anderem der Unterstützung seines Mathelehrers zu verdanken. Das "Hefterheft" ist eine Kombination aus Hefter für Arbeitsblätter und normalem Schulheft. Der unordentliche Schüler will mit dem "Hefterheft" die breite Masse erreichen. Gerade in der Abiturvorbereitung soll niemand mehr zerknitterte Blätter im Rucksack haben oder diese sogar verlieren.

Das Publikum wählt den "Ortho-Load-Tracker" ins Finale bei "Das Ding des Jahres". Moritz geht jedoch natürlich nicht leer aus und bekommt das digitale "Hefterheft" als Trostpreis: ein Tablet.