- Bildquelle: Deepak Sethi © Deepak Sethi

Ursachen für trockenes und sprödes Haar

Trockene Haare, die sich anfühlen wie Stroh – und Spliss gibt’s gratis dazu… Ihr wisst, wovon wir reden. Wer von uns musste noch nicht zum*r Friseur*in, um sich (gefühlt) einen Kurzhaarschnitt schneiden zu lassen, weil die Mähne nicht mehr zu retten war?! Hitze-Styling und zu wenig Feuchtigkeit stehen ganz weit oben auf der Ursachenliste, aber es gibt noch weitere Gründe, die wir euch jetzt verraten.

Trockenes Haar durch Hitze & Kälte

Unsere Haare reagieren sehr empfindlich auf Hitze und Kälte. Föhn, Lockenstab, Glätteisen und Co., aber auch beispielsweise warme Heizungsluft und kalter Wind lassen unsere Haare austrocknen. Bei Hitze verdampft das Wasser im Haar, deshalb solltet ihr immer darauf achten, vor dem Styling spezielle Haarpflege und einen Hitzeschutz(!) zu verwenden. Sie legen sich wie eine Schutzschicht ums Haar und sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit nicht austreten kann.

Simple Beauty-Tipps für Haare
Trockenes und sprödes Haar? Wir haben simple Beauty-Hacks für alle, die ihren Haaren GUTES tun wollen! © Dean Mitchell

Trockenes Haar durch Färben & Blondieren

Ob Blondierung, Balayage oder andere Färbetechniken: Häufiges Färben trocknet die Haare aus und schädigt sie. Bestimmte Chemikalien in den Färbemitteln verändern die Haarstruktur, sie tragen die oberste Haarschicht ab, damit die Farbe in die Haare eindringen kann. Beim Blondieren zerstören chemische Oxidationsmittel, wie bspw. Wasserstoffperoxid, die sogenannten Disulfidbrücken, die für die Stabilität verantwortlich sind, um den Haaren die Farbe zu entziehen. Der unschöne Nebeneffekt? Die Haare sind geschwächt und besonders anfällig für Spliss und Haarbruch.

Trockenes Haar durch zu häufiges Waschen

Unsere Kopfhaut produziert Talg, der die Haare umhüllt, sie schützt und tollen Glanz verleiht (manchmal auch zu viel, wenn wir uns mal wieder über einen fettigen Ansatz ärgern). Dieser Talg ist also besonders wichtig. Bei jeder Haarwäsche, selbst mit milden Shampoos, wird den Haaren Feuchtigkeit entzogen, dadurch sind sie anfälliger für Schäden. Die Devise? Nicht zu häufig waschen! Jeden zweiten Tag oder dritten Tag ist optimal.

Trockenes Haar durch falsche Ernährung & Nährstoffmangel

Die richtige Ernährung und die Versorgung mit genügend Nährstoffen ist einer der wichtigsten Bausteine für unsere Haare. Oft ist ein Nährstoffmangel Grund für spröde, glanzlose und trockene Haare. Vor allem Nährstoffe wie Biotin, Vitamin A, Zink, Selen, Eisen, Magnesium oder auch Vitamin D und B sorgen für gesundes und kräftiges Haar.

Vitamine und Nährstoffe für gesunde Haare
Ihr wollt gesundes und kraftvolles Haar? Wir verraten euch, welche Vitamine und Nährstoffe euer Haar bis in die Spitzen glänzen lassen! © byakkaya

Trockenes Haar durch hormonelle Veränderungen

Besonders bei Frauen können auch hormonelle Veränderungen, beispielsweise in der Pubertät, der Schwangerschaft, nach der Entbindung oder auch in den Wechseljahren, der Grund für trockene Haare sein.

10 Hausmittel gegen trockene Haare

Was haben Olivenöl, Quark und Mayonnaise gemeinsam? Es sind ideale Hausmittel gegen trockene Haare! Welche anderen Hausmittel euch den Gang in die Drogerie und den Kauf neuer Haarpflegeprodukte ersparen, erfahrt ihr jetzt.

Olivenöl gegen brüchige Haarspitzen

Olivenöl ist das bekannteste Hausmittel gegen trockene Haare. Es enthält Antioxidantien, verschiedene Vitamine und Mineralien, die die oberste Haarschicht pflegen und langkettige Fettsäuren, die perfekt für die Feuchtigkeitspflege der Haare sind. Dafür einfach das Öl in die Längen und Haarspitzen einmassieren und es mindestens eine Stunde oder auch über Nacht einwirken lassen. Mit etwas Wärmezufuhr kann das Öl sogar noch besser in die Haare eindringen: Das Öl wie beschrieben einmassieren, anföhnen und eine Duschhaube aufsetzen und ein bis drei Stunden einziehen lassen. Hallo, hairlicher Glanz.

Feuchtigkeit für die Haare mit Arganöl

Arganöl verleiht den Haaren einen richtigen Hydro-Boost und macht aus strohigen Längen weiche und glänzende Strähnen! Das Power-Öl spendet intensiv Feuchtigkeit und schließt sie gleichzeitig in den Haaren ein. Außerdem enthält es wertvolles Vitamin E, das die Haarwurzel und die Haare stärkt und sogar Haarausfall vorbeugen kann. Ihr könnt Arganöl super als Pflegeöl nach der Haarwäsche ins feuchte Haar kneten oder als eine Overnight-Kur ins trockene Haar einmassieren. Verteilt eine größere Menge des Öls in den Längen und Spitzen und kämmt eure Haare anschließend gut durch, damit es sich gleichmäßig verteilt. Am nächsten Morgen die Haare mit einem Shampoo gründlich waschen, fertig.

Kokosöl bei strohigem Haar

Ein weiterer Klassiker für die Haarpflege ist Kokosöl. Die gesättigten Fettsäuren im Öl wirken besonders feuchtigkeitsspendend und nährend. Lasst das Öl in den Händen schmelzen und massiert es in die Haarspitzen ein. Ob als kurzes Intensiv-Treatment oder über Nacht, ist ganz euch überlassen, aber spült das Öl anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser aus.

Sesamöl gegen spröde Haare

Mineralstoffe, Vitamine, Linolsäure und Antioxidantien, sind nur einige der Power-Inhaltsstoffe, die Sesamöl mitbringt und euren Haaren zu neuen Glanzzeiten verhilft. Erwärmt das Sesamöl leicht und massiert es in die Haare ein, auch für die Kopfhaut ist es besonders wohltuend. Wickelt eure Haare anschließend in ein Handtuch ein, nach ca. 30 Minuten mit Shampoo gründlich auswaschen.

Honig als Haarpflege für trockenes Haar

Honig, das Wundermittel schlechthin! Das flüssige Gold verhindert das Austrocknen der Haare, bindet Feuchtigkeit, stärkt die Haarwurzel, wirkt antibakteriell und schützt somit vor Infektionen auf der Kopfhaut und verleiht außerdem Wow-Glanz. Für die perfekte DIY-Kur vermischt ihr etwas Honig mit einem Schuss Olivenöl und erwärmt die Flüssigkeit kurz. Verteilt sie anschließend im feuchten Haar und lasst sie 30 Minuten unter einem Handtuch oder über Nacht einwirken. Danach gründlich auswaschen – mit Shampoo.

Quark für mehr Feuchtigkeit

Wir lieben Quark bereits in unseren selbstgemachten Gesichtsmasken und jetzt auch für die Haare. Das Milchprodukt versorgt die Haare mit seinem hohen Wassergehalt perfekt mit Feuchtigkeit und pflegt sie mit Vitamin B5 und D. Ihr müsst den Quark nur in die Haare einmassieren, das Ganze mit einer Duschhaube bedecken, eine Stunde einwirken lassen und gut ausspülen. Für eine noch größere Pflegeportion könnt ihr den Quark mit Honig und Olivenöl vermengen.

Eier für kräftiges Haar

Ei, ei, ei, was haben wir denn da? Schön glänzendes Haar! Die Proteine im Ei versorgen die Haare mit Nährstoffen und gleichen einen Proteinmangel aus. Die Anwendung ist auch supereinfach: Je nach Haarlänge zwei bis vier Eier aufschlagen, verquirlen und gleichmäßig im Haar verteilen. Lasst die Kur ca. 15 bis 20 Minuten einwirken und spült sie anschließend gründlich aus. Wichtig: Dreht die Wassertemperatur runter, wascht eure Haare mit kühlem Wasser aus. Bei zu hohen Temperaturen kann die Ei-Maske in den Haaren verkleben.

Apfelessig, die Haarspülung für trockenes Haar

Eine selbstgemachte Spülung aus Apfelessig und Wasser ist perfekt bei trockenen Haaren. Apfelessig enthält jede Menge Enzyme, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die sich positiv auf die Haare auswirken. Die Säure befreit die Haare nicht nur von Stylingresten und Shampoorückständen, sie beugt auch Spliss vor und macht die Haare geschmeidiger. Vermischt ca. 2 Teelöffel Apfelessig mit 250 ml Wasser und spült damit eure Haare – that’s it, auswaschen nicht notwendig, da der Essiggeruch von alleine verfliegt. Wichtig: Verdünnt den Essig immer mit Wasser!

Aloe vera für maximalen Feuchtigkeits-Boost

Aloe vera ist schon lange fester Bestandteil unsere Hautpflege-Routine, jetzt wollen wir sie in unserer Haarpflege-Routine auch nicht mehr missen. Abgesehen von wertvollen Aminosäuren, Enzymen, Vitaminen und Magnesium, enthält die Wunderpflanze ganz viel Wasser. Der perfekte Durstlöscher bei trockenem Haar also. Dafür reines Aloe-vera-Gel in die Kopfhaut und Haarlängen einmassieren und 30 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich mit Wasser auswaschen.

Wunderpflanze: Aloe Vera
Aloe Vera – die Wunderpflanze für Beauty und Gesundheit – in die Kopfhaut einmassieren und rund 30 Minuten einwirken lassen: Ihr werdet begeistert sein! © fStop Images

Mayonnaise als Feuchtigkeitspflege für die Haare

Mayonnaise gehört nicht nur auf Fritten, sondern auch auf unsere Haare. Äh, was? Ja, richtig, denn Mayo enthält reichlich Öle und Ei – beides gut für die Haare, wie wir bereits gelernt haben. Die Mayonnaise (möglichst Bio) in den Haaren verteilen und etwa eine Stunde einwirken lassen, dabei am besten mit einer Haube die Haare bedecken. Zum Schluss die Mayonnaise natürlich gründlich ausspülen und die Mähne anschließend mit Shampoo waschen.

Trockene Haare vorbeugen: Das sind die besten Tipps

Nachdem wir unsere Haare mit den Hausmitteln auf Vordermann gebracht haben, wollen wir natürlich, dass sie möglichst lange geschmeidig bleiben. Diese Tipps helfen dabei, trockenen Haaren vorzubeugen:

  1. Nährende Pflege: Verwendet Produkte, die auf trockenes Haar abgestimmt sind. Schonendes Shampoo, Conditioner, Haarmasken und auch Haaröle mit bspw. Pflanzenölen, Urea und Panthenol versorgen eure Haare mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen.
  2. Die richtigen Bürsten: Haarbürsten mit Naturhaarborsten sind besonders schonend für eure Haare. Sie verteilen den Talg gleichmäßig im Haar, sodass er sich wie ein schützender Film auf die Strähnen legen kann. Bürstet das Haar außerdem möglichst nur im trockenen Zustand.
  3. Styling-Pausen: Wir lieben Locken-Styles und glatte Wallemähnen, die uns Glätteisen, Lockenstäbe und Co. zaubern, aber zu häufiges Hitzestyling strapaziert die Haare und trocknet sie aus. Glam-Curls und andere Looks lassen sich auch easy mit Lockenwicklern oder anderen Hacks kreieren. Setzt außerdem auf Zopfgummis aus sanften Materialien wie Seide oder auf Spiralgummis.
  4. Regelmäßiges Spitzen schneiden: Ob Haar-Profi oder Spitzen selbst schneiden, die Längen müssen regelmäßig gekürzt werden, damit sich Spliss erst gar nicht ausbreiten kann.
Haare richtig waschen
Haare richtig waschen: Wie oft sollen Haare gewaschen werden, sodass diese nicht austrocknen oder sogar spröde werden? © torwai

Trockene Haare – die häufigsten Fragen auf einen Blick

Warum ist trockenes Haar strapaziert?

Haare bestehen aus Eiweißbausteinen, dem sogenannten Keratin. Wenn das Keratin langfristig durch verschiedene Faktoren (bspw. Colorationen, Hitze, Kälte, etc.) geschädigt wird, können Risse entstehen. Diese offenen Schuppenschicht sorgt dafür, dass das Haar an Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit verliert.

Welche Produkte sind für trockenes Haar geeignet?

Haarpflegeprodukte mit feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen wie Urea, Pflanzenölen (bspw. Arganöl und Jojobaöl) und Panthenol sind ideal bei trockenem Haar. Sie spenden intensiv Feuchtigkeit und legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haare.

Welche Hausmittel helfen gegen trockene Haare?

Olivenöl, Kokosöl, Aloe vera, Quark, Honig, Apfelessig und Eier eignen sich perfekt, um trockene Längen mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie wieder geschmeidig glänzen zu lassen.

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