- Bildquelle: Elena Perova © Elena Perova

Underpainting: der neue Make-up-Trend

Bevor Underpainting zum neuen heißen TikTok Make-up-Trend wurde, war es bereits eine Maltechnik. Das klassische Underpainting (in der Malerei) beschreibt das Auftragen einer ersten Farbschicht auf der Leinwand, vor dem eigentlichen Malen. Manche Künstler:innen verwenden die Untermalung als Blaupause für das Bild, das sie malen wollen, als Möglichkeit, Kontrast und Tiefe zu schaffen, indem sie Bereiche der Leinwand heller oder dunkler gestalten. Underpainting dient verschiedenen Zwecken, die das Endergebnis spannender und ansprechender machen sollen.

Die Make-up-Methode Underpainting ist tatsächlich an diese Technik angelehnt. Denn auch hier geht es darum, mit einer ersten Farbschicht, sanfte Konturen, Licht und Schatten zu erzeugen, die später dem Look und dem Gesicht schmeicheln sollen. Das großartige daran: Underpainting wirkt weniger aufdringlich als Contouring hat aber einen ähnlichen Shaping-Effekt. Kein Wunder also, dass Beauty-Fans ganz verrückt nach Underpainting-Tutorials sind. Wie genau das Face-Contouring mit Weichzeichnereffekt funktioniert, euer Gesicht liften, schmaler oder kantiger machen kann, das zeigen wir euch hier Step by Step.

Underpainting: Ein Make-up Trend, der viral geht
Ein Make-up Trend, der viral geht: Underpainting! Was ist das Besondere hinter der Schminktechnik? Wir haben die Fakten für euch. © Sergey Dolgikh

So gelingt der Underpainting Make-up-Trend

Ähnlich wie die alte Maltechnik aus der Renaissance – die übrigens seitdem nicht weniger populär ist – gilt auch beim Make-up-Underpainting: mit der ersten Farbschicht werden Tiefe, Kontur und Form geschaffen. Das heißt, man beginnt mit dem Konturieren und trägt dann darüber die Foundation auf, dadurch wirken Contouring und Highlights wie weichgezeichnet.

Das braucht man für Underpainting

  • Pflege: Die Haut muss gut vorbereitet und mit Feuchtigkeit versorgt sein. Ansonsten kann das Finish fleckig werden. Ihr könnt eure übliche Beauty-Routine wie gewohnt durchziehen, bevor ihr das Underpainting anwendet. Allerdings müssen die Pflegeprodukte vorher gut einziehen.
  • Underpainting-Töne: Ihr braucht ein Produkt, um Schatten und Konturen zu zeichnen, eines um Highlights zu setzen und ein Blush. Am besten funktionieren Make-up-Produkte mit cremiger Textur, da sie sich leichter verblenden lassen und ein natürliches hautähnliches Finish zeichnen. Am einfachsten klappt der ganze Prozess mit cremigen Contouring- und Highlight-Sticks. Wer lieber Puderprodukte verwendet, der kann auch damit arbeiten, allerdings wird das Underpainting damit etwas aufwendiger.
  • Foundation: Die Foundation muss nicht superdeckend sein, aber trotzdem zu eurem Hautton und -typ passen. Flüssige Texturen passen hervorragend, aber auch mit Puder-Foundation gelingt es super.
  • Tools: Dichte Pinsel oder Make-up-Schwämmchen eignen sich super, um alle Produkte aufzutragen, einzuarbeiten und zu verblenden. Idealerweise schnappt ihr euch einen kleineren Pinsel für präzise Konturen und einen mittelgroßen für das Rouge. Wenn ihr keine Pinsel habt, könnt ihr auch einen klassischen Make-up-Blender verwenden, das funktioniert genauso gut.

So funktioniert Underpainting

Die Haut ist gereinigt und mit Feuchtigkeit versorgt. Pinsel oder Schwämmchen sind sauber, trocken und bereit für ihren Einsatz, dann kann es losgehen.

  1. Konturieren: Mit einem cremigen Bronzer oder einem dunklen Contouring-Stick setzt ihr dort Schatten, wo auch sonst Schatten fallen würden, wenn Sonnenlicht auf euer Gesicht fällt. Indem ihr unterhalb der Wangenknochen Schatten-Konturen setzt und den Ton zur Schläfe hin auslaufen lasst, bekommt das Gesicht später einen Lifting- und Shaping-Effekt. Der Ton muss gut verblendet und in die Haut eingearbeitet werden. Wer geübt im Konturieren ist, der kann auch am Haaransatz, an der Seite der Nase, am Kinn und entlang der Kieferkante Schattierungen zeichnen.
  2. Blush: Euer Creme-Rouge kommt direkt auf die Wangenknochen und läuft oberhalb der dunklen Kontur zu den Schläfen hin aus. Der Rouge-Ton kann frei gewählt werden. Egal, ob mit Pink- oder Peach-Stich, ihr nutzt, worauf ihr Lust habt und was zu euch passt.
  3. Highlights: Hierzu gehen die Meinungen der Make-up-Profis etwas auseinander. Ihr könnt eure Highlights entweder jetzt oder als letzten Step auftragen. Oder beides. In jedem Fall kommt der Highlighter direkt über die Wangenknochen und unterstützt so das konturgebende Paint-Facelifting.
  4. Foundation: Konturen und Rouge und gegebenenfalls Highlights sind aufgetragen und verblendet. Dann kommt nun die Foundation darüber. Klingt komisch? Genau deshalb wirkt Underpainting aber so natürlich, sanft und weich. Am schnellsten, einfachsten und besten lässt sich die Foundation mit einem angefeuchteten Beauty-Schwämmchen auftragen oder mit einem Pinsel. Tragt nur eine leichte Schicht eurer Foundation auf. Die Foundation soll nur eure Haut etwas glätten und die Konturen weichzeichnen, das Underpainting soll darunter noch durchschimmern können.
Schritt für Schritt Anleitung: Underpainting
Step-by-step Anleitung zum TikTok Make-up Trend: Gesichtsreinigung, Konturieren, Highlights setzen und Foundation auftragen – hier findet ihr die Beauty-Hacks!    © FluxFactory

Für wen ist Underpainting geeignet?

Festhalten, das Beste kommt zum Schluss: Underpainting ist tatsächlich großartig für alle. Denn die Anwendung ist so herrlich schnell und einfach. Sowohl die Töne als auch die Platzierung der Farben lässt sich an den eignen Hautton und die Gesichtskontur anpassen. Wer seine Wangenknochen betonen und sein Gesicht liften möchte, der wendet Underpainting so an, wie beschrieben. Genauso kann man aber auch die Nasenkontur, die Stirn oder das Kinn damit konturieren und formen. Dunklere Typen können die Contouring-Töne an ihren Hauttyp anpassen. Hellere Hauttypen können umgekehrt einen frischeren Rougeton dazu kombinieren, um einem blassen Teint einen Frischekick zu verpassen.

Für welche Hauttypen eignet sich Underpainting?
Für welche Hauttypen eignet sich der Make-up Trend „Underpainting“? Im Beauty-Artikel erfahrt ihr, worauf ihr bei der Schminktechnik achten solltet. © Julia Amaral

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