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Apfelessig: Die wichtigsten Infos über das beliebte Hausmittel

Apfelessig wird offensichtlich aus Äpfeln hergestellt. Nach dem Zerkleinern und Auspressen wird der Sanft mit Bakterien und Hefe versetzt, die die Flüssigkeit zum Gären bringen. Der Zucker und die Süße der Äpfel wird in Alkohol umgewandelt. In einem zweiten Gärungsprozess wird dieser Alkohol wiederum in Essig umgewandelt. Aus süßen Äpfeln entsteht saurer Apfelessig. Ein Apfel ist an sich schon vollgepackt mit Vitaminen und Nährstoffen. Durch den Gärprozess enthält der Essig neben den Nährstoffen des Apfels noch weitere Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme.

Apfelessig: Pflege für Haut und Haar
Apfelessig: Gut für die Haut, hilft Unreinheiten vorzubeugen und kann auch zur Haarpflege verwendet werden. Mehr dazu im Beauty-Artikel. © Vitalina Nakonechna

Diese Nährstoffe enthält Apfelessig:

  • Vitamin A, B1, B2, B6, C und E
  • Beta-Carotin
  • Folsäure
  • Kalium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Natrium
  • Calcium
  • Phosphat
  • Fluor
  • Jod
  • Zink
  • Kupfer
  • Selen

Apfelessig ist somit schon mal eine tolle Ergänzung auf unserem Speiseplan. Aber auch von außen angewendet können wir uns die Nährstoffe und die Wirkungsweisen von Apfelessig nützlich machen. So wurde der Essig schon zur Zeit der alten Römer als Desinfektionsmittel eingesetzt. Und auch heute werden Apfelessig noch Gesundheits- und Beauty-Benefits nachgesagt. Apfelessig soll von innen die Durchblutung und den Stoffwechsel ankurbeln, das Immunsystem stärken, Leber und Niere anregen und so den Körper entgiften, Blutzucker- und Blutfettwerte senken und außerdem Fäulnisbakterien im Darm bekämpfen. Von außen angewendet soll Apfelessig die Wundheilung beschleunigen, reinigend und entzündungshemmend auf Unreinheiten und Pickel wirken, Juckreiz lindern. Die Talgproduktion der Haut hemmen und die Haare glänzend und geschmeidig pflegen.

Vorteile von Apfelweinessig für die Haut

  • Gleicht den pH-Wert der Haut aus: Da Apfelessig dazu beitragen kann, den pH-Wert der äußeren Hautschicht auszugleichen, kann er dafür sorgen, dass die Haut optimal funktioniert, d. h., dass sie die richtige Menge an Öl produziert und weder austrocknet noch fettig wirkt.
  • Exfolierend: Apfelessig enthält Apfelsäure. Diese sogenannte Alpha-Hydroxysäure wirkt gut bei Unreinheiten und zu Akne neigender Haut, da sie die Poren sanft exfoliert und Bakterien beseitigt.
  • Kann Hyperpigmentierung ausgleichen: Apfelsäure im Apfelessig kann dazu beitragen, dunkle Flecken zu reduzieren. Apfelsäure soll nämlich die Produktion von Melanin verringern.
  • Kann Infektionen vorbeugen: Dank der antimikrobiellen und antibakteriellen Eigenschaften kann Apfelessig helfen, Hautinfektionen zu verhindern und zu lindern.
Apfelessig für die Haut
Regel Nummer eins: Verdünnt Apfelessig mit Wasser – dies beugt Hautirritationen vor! Mehr zur Anwendung lest ihr hier. © SolStock

Apfelessig bei unreiner Haut

Apfelessig wirkt entzündungshemmend, klärend und reinigend. Die Essigsäure weicht die Haut auf. Die enthaltene Alpha-Hydroxysäure sorgt für einen sanften Peeling-Effekt, trägt abgestorbene Hautschüppchen ab und hilft, neue, gesunde Hautzellen freizulegen.

Und so wird Apfelessig auf unreiner Haut angewendet:

  1. Es ist immer ratsam, Apfelessig mit Wasser zu verdünnen, da konzentrierter Apfelessig die Hautbarriere stören und zu Hautirritationen führen kann.
  2. Tränkt einen Wattebausch mit einer Mischung aus Apfelessig und Wasser – etwa ein Esslöffel Apfelessig auf zwei Tassen Wasser.
  3. Nachdem ihr euer Gesicht gereinigt habt, klärt ihr die Haut mit dem Essig-Pad. Entzündungen können nun schneller abheilen und neuen vorgebeugt werden.

Apfelessig bei fettiger Haut

Apfelessig wirkt wie ein natürlicher Toner, klärt, beruhigt und entfernt Schmutz, Öl und Ablagerungen von der Haut. Danach ist die Haut ausgeglichener, ohne dabei auszutrocknen oder zu spannen. Um die hautberuhigenden Eigenschaften zu nutzen, könnt ihr den Essig-Wasser-Mix direkt auf euer Gesicht auftragen, entweder mit einem Waschlappen oder mit den Händen – Augenkontakt unbedingt vermeiden! Anschließend nehmt ihr Rückstände, samt überschüssigem Talg und Schmutz mit einem Pad ab. Ihr könnt die ausgleichende Wirkung übrigens auch für ölige Haut und Unreinheiten am Körper nutzen. Kippt dafür eine Tasse Apfelessig in eine normal große Badewanne mit warmem Wasser. Und lasst das Bad 15 bis 20 Minuten auf eure Haut wirken. Das Essigbad hilft, den pH-Wert der Haut auszugleichen und verhindert, dass sie zu fettig oder zu trocken wird.

Apfelessig für ein klares Hautbild
Apfelessig sorgt für ein strahlendes Hautbild, fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an – mehr über das Beauty-Wundermittel lest ihr im Beauty-Artikel. © zoranm

Apfelessig bei Akne

Apfelessig hat antibakterielle Eigenschaften und eignet sich daher perfekt zur Bekämpfung von Bakterien, die Hautunreinheiten, Pickel und sogar Akne verursachen. Am besten mit einer Apfelessig-Maske gegen Akne. Dafür besorgt ihr euch eine Heilerdemaske und mischt sie anstatt mit Wasser mit Essig an. Anschließend tragt ihr die Maske auf die Akne-Stellen auf und lasst sie für fünf Minuten einwirken. Solange die Haut nicht empfindlich reagiert, könnt ihr den Mix auch bis zu 15 Minuten auf der Haut lassen.

Peeling mit Apfelessig

Seine starken antibakteriellen, antimykotischen und antiviralen Eigenschaften machen Apfelessig zu einem optimalen natürlichen Säurepeeling. Bakterien werden bekämpft, Schmutz und Hautschüppchen abgetragen und Entzündungen gelindert. Egal ob unreine, trockene oder Mischhaut, das Apfelsäurepeeling funktioniert bei allen Hauttypen. Tupft zunächst puren Apfelessig auf die Kieferpartie auf, bevor ihr ihn auch auf den Wangen anwendet. Wenn die Haut an der Kieferpartie nicht reagiert, also nicht rot wird, brennt oder juckt, dann könnt ihr nach fünf Minuten weitermachen. Nun verteilt ihr eine dünne Schicht Apfelessig auf dem Gesicht und spart dabei die Augenpartie aus. Anschließend nehmt ihr den Essig mit einem trockenen Wattepad wieder ab und wascht euer Gesicht mit klarem Wasser.

Pickel und Mitesser den Kampf ansagen - Apfelessig
Unreine Haut? Mit Apfelessig könnt ihr Pickelchen, Mitesser und Co. den Kampf ansagen – was dabei zu beachten ist, verraten wir euch im Beauty-Artikel. © NDStock

Gesichtswasser mit Apfelessig

Ob unreine, ölige Haut oder trockene Haut, mit einem natürlichen Gesichtswasser aus Apfelessig und Wasser könnt ihr eure Haut klären und beruhigen, ausgleichen und verfeinern. Dafür mixt ihr Apfelessig und destilliertes Wasser zu gleichen Teilen und tränkt damit einen Waschlappen. So könnt ihr das DIY-Gesichtswasser easy im Gesicht auftragen. Passt dabei auf, dass nichts von dem Essiggemisch in eure Augen gelangt, ansonsten spült ihr das Auge mit Wasser aus. Nachdem das Gesichtswasser kurz einwirken konnte, spült ihr es samt Schmutz und überschüssigem Talg wieder ab.

Creme mit Apfelessig

Es gibt zahlreiche Gesichtscremes, welche die exfolierenden, beruhigenden und klärenden Eigenschaften von Apfelessig nutzen. Wer zu unreiner Haut neigt, kann solche Produkte wählen, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und gleichzeitig Infektionen durch Bakterien oder Talgüberschuss vorzubeugen. Allerdings ist es nicht ratsam, Apfelessig pur oder im DIY-Mix mit einer selbstgemachten Creme auf die Haut aufzutragen. Wenn Apfelessig als Toner, Peeling, Maske oder Gesichtswasser verwendet wird, dann muss er immer wieder abgespült werden!

Ein Gesichtswasser für alle Hauttypen
Ein natürliches Gesichtswasser, welches sich für alle Hauttypen bestens eignet? Ja, das gibt es – die Beauty-Zutat heißt Apfelessig. © Pongtep Chithan

Ist Apfelessig gut für die Haut?

Apfelessig bringt tatsächlich einige Vorteile für die Haut mit sich, sowohl von innen als auch von außen angewandt. Das Tolle dabei ist, dass das natürliche Produkt je nach Hauttyp angepasst und verdünnt werden kann. Hauttypen, die zu besonders öliger Haut neigen, können versuchen puren Apfelessig anzuwenden. Solange die Haut nicht empfindlich reagiert und ihr das klärende Treatment danach wieder gründlich abwascht, könnt ihr damit regelmäßig eure Haut peelen und klären. Bei trockener oder empfindlicher Haut sollte der Apfelessig unbedingt verdünnt werden – Apfelessig und Wasser zu gleichen Teilen funktioniert in der Regel sehr gut.

So wirkt Apfelessig auf die Haut:

  • beruhigend
  • ausgleichend
  • klärend
  • desinfizierend
  • exfolierend
  • antibakteriell
  • antimykotisch
  • antiviral
  • heilungsfördernd

Kann Apfelessig die Haut reizen?

Ja, das kann passieren, allerdings nur, wenn Apfelessig falsch angewendet wird. Wenn Apfelessig pur auf die Haut kommen soll, dann muss dies stets vorher an einer Hautstelle am Kinn oder sogar zunächst an der Hand getestet werden. Erst wenn die Haut am Kinn keine Reaktionen oder Reizungen zeigt, dann kann man Essig auch in einer dünnen Schicht im Gesicht anwenden. Anschließend sollte es restlos abgewaschen werden. Wenn die Haut beim Test gereizt reagiert, dann kann man Apfelessig gut mit destilliertem Wasser strecken und für den eigenen Hauttyp passend verdünnen.

Apfelessig für die Haare
Apfelessig hat eine beruhigende und antibakterielle Wirkung – findet heraus, wie ihr Apfelessig in eure Haircare-Routine integrieren könnt. © YAY Images

Kann man Apfelessig für die Haare nutzen?

Apfelessig ist nicht nur gut für die Haut, sondern auch für die Haare. Vor allem als Haarspülung sorgt es für glänzende, weiche Haare. Mischt dafür etwa zwei Esslöffel Apfelessig mit einer Tasse Wasser und spült das Haar nach dem Waschen damit. Massiert den Mix in die Kopfhaut ein und lasst ihn etwa 10 Minuten einwirken, bevor ihr alles restlos ausspült. Die Essigsäure entfernt Produktrückstände und zaubert natürlich glänzende, schimmernde Haare. Außerdem kann Apfelessig auch bei Schuppen helfen. Eine Lösung aus gleichen Teilen Essig und Wasser wird vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassiert. Dank der peelenden Wirkung und der natürlichen Anti-Pilz-Eigenschaften von Apfelessig werden Schuppen gelöst und die Kopfhaut gründlich gereinigt und beruhigt. Außerdem gleichen die sauren Eigenschaften den pH-Wert aus und stellen den Säureschutzmantel der Kopfhaut wieder her, um weitere Schuppenbildung und Pilzwachstum zu verhindern.

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