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Wie entstehen Pickel?

Am Anfang war der Mitesser … Tatsächlich beginnen alle Pickel als Mitesser, auch Komedo genannt. Sie entstehen immer dann, wenn sich der Körper in einem hormonellen Ungleichgewicht befindet. Dann werden nämlich die Talgdrüsen zu einer vermehrten Talgproduktion angeregt, die Haut wird fettiger und an den Poren entstehen verstärkt Verhornungen. Dadurch kommt es zu einer Stauung des Talgflusses, Mitesser entstehen. Sie sind eine Mischung aus Talg, Hautzellen und Bakterien und können offen oder geschlossen sein. Die Hautunreinheiten treten sehr häufig auf und aus ihnen können im weiteren Verlauf Papeln, Pusteln, Zysten oder Knötchen entstehen.

Wie entstehen Pickel?
Wie entstehen Pickel und was könnt ihr dagegen tun? Im Beauty-Artikel verraten wir euch, welche "Pickel-Arten" es eigentlich gibt und was wirklich dagegen hilft! © Likoper

Pickelart #1: Whiteheads

Die geschlossenen Mitesser zeigen sich als weißliches, erhabenes Knötchen auf der Haut, daher kommt auch der Name „Whitehead“. Die Pore ist mit einer dünnen Hautschicht verschlossen, der Talg kann nicht abfließen und sammelt sich darunter als Unterlagerung.

Das können wir tun:

Eine tägliche, gründliche Reinigung ist besonders wichtig, on top können chemische Peelings helfen, die Verhornungen abzutragen. Außerdem solltet ihr auf nicht-komedogene Pflegeprodukte setzen – sie verhindern das Verstopfen der Poren.

Pickelart #2: Blackheads

Die kleinen, schwarzen Punkte sind offene Mitesser. Der Talgpfropfen kommt mit der Luft in Kontakt, der hauteigene Farbstoff Melanin reagiert mit dem Sauerstoff der Luft und verfärbt sich dunkel und verschafft dem Blackhead sein typisches Aussehen.

Das können wir tun:

Die Behandlung ist ähnlich wie bei den Whiteheads: Die Haut regelmäßig und gründlich reinigen, ab und zu ein chemisches Peeling anwenden und das Abschminken nicht vergessen! Auch Nose-Stripes oder Tonerde-Masken können helfen.

Pickelart #3: Papeln

Entzünden sich die Mitesser, entstehen Papeln. Sie zeigen sich als kleine, erhabene Beulen auf der Haut, sind meist rot, entzündet und geschwollen. Papeln im Gesicht sind schmerzhafter als Mitesser, aber nicht so schmerzhaft wie Knötchen oder Zysten.

Das können wir tun:

Papeln reagieren gut auf austrocknende Lotionen mit Salicylsäure. Tupft die Lotion abends gezielt auf die entzündeten Papeln, so trocknen sie über Nacht aus.

Unreine Haut
Blackheads, Whiteheads, Pusteln und Co. – hier findet ihr die besten Tipps gegen Mitesser und Pickel. © jacoblund

Pickelart #4: Pusteln

Pusteln im Gesicht sind das, was wir gemeinhin als Pickel bezeichnen: eine kleine Blase, die mit weißem Eiter gefüllt ist. Der Eiter sitzt in der Dermis und ragt über das Hautniveau hinaus und ist typischerweise von einem roten Entzündungsrand umgeben. Pusteln sind genau wie Papeln entzündliche Akne und schmerzen bei Berührung.

Das können wir tun:

Pickel lassen sich (meistens) relativ unkompliziert entfernen, aber es braucht Geduld! Taucht dazu einen sauberen Waschlappen in heißes Wasser und legt ihn auf die Pustel, dadurch wird die Infektion an die Oberfläche gezogen. Anschließend könnt ihr die Blase mit einer sterilen Lanzette öffnen, den Eiter entfernen und die Pustel mit einem Pickel-Patch verschließen, bis sie verheilt ist.

Pickelart #5: Zysten

Zysten liegen tief in der Haut und haben dadurch auch die Bezeichnung „unterirdische Pickel”. Oft werden sie durch Hormone verursacht und entstehen aus verstopften und entzündeten Poren. Sie sind sehr schmerzhaft und brauchen lange, bis sie richtig verheilt sind.

Das können wir tun:

Der Bereich um die Zyste herum sollte immer sauber sein, nur mit gewaschenen Händen berühren! Die Behandlung der Infektion ist schwierig und sollte am besten von eurer Hautärztin oder eurem Hautarzt durchgeführt werden, insbesondere, wenn bei euch häufiger große Zysten auftreten.

Gesichtspflege
Unser Beauty-Tipp Nummer eins: Peeling, Peeling, Peeling! Ja, ein Gesichtspeeling ist die Wunderwaffe gegen Mitesser aller Art. © JLco | Julia Amaral

Pickelart #6: Knötchen

Knötchen gehören zusammen mit den Zysten zu einer besonders schweren Form der Akne. Tief in der Haut bilden sich große, harte Beulen, die zwar nicht mit Eiter gefüllt, dafür jedoch äußerst schmerzhaft sind. Die Knoten werden rot oder behalten die normale Farbe der Haut, und es kann mehrere Wochen dauern, bis sie abgeheilt sind.

Das können wir tun:

Bei Akne mit Knötchen könne wir selber gar nichts unternehmen, das ist eine Fall für Dermatolgen:innen. Dort werden die Knötchen intensiv behandelt, meistens mit Antibiotika oder anderen Medikamenten.

Pickeln vorbeugen

Meist ist die Entstehung von Pickeln hormonell bedingt, sodass wir sie nicht wirklich verhindern können. Aber mit ein paar einfachen Tipps, können wir etwas vorbeugen:

  1. Sauberkeit ist angesagt! Vermeidet häufiges Anfassen der Haut und quetscht nicht an bestehenden Pickeln herum.
  2. Wechselt mindestens 2-mal in der Woche die Handtücher.
  3. Verwendet ölfreie und nicht-komedogene Pflegeprodukte.
  4. Achtet auf eine gesunde Ernährung und schränkt den Verzehr von Süßigkeiten und Fertiggerichten ein. Auch Alkohol und Zigaretten begünstigen Pickel.
  5. Sucht bei entzündlicher oder schwerer Akne rechtzeitig eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Ernährung
Eine saubere Gesichtshaut, Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie eine gesunde Ernährung mit frischen Zutaten – wenn ihr diese Tipps beachtet, könnt ihr Mitesser und Pickel vorbeugen! © Strelciuc Dumitru

Fazit zu den Pickelarten

Pickel ist nicht gleich Pickel und auch die Behandlung ist unterschiedlich. Während sich Mitesser noch ziemlich einfach beseitigen lassen, ist bei entzündlicher Akne wie Papeln und Pusteln schon intensivere Hautpflege angesagt. Die Behandlung schwerer Akne in Form von Zysten und Knötchen solltet ihr in die Hände von Expert:innen geben.

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