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Merkmale, Ausbreitung und Gefahr

Asiatische Tigermücke in Deutschland: Das solltest du über die Insekten wissen

  • Aktualisiert: 18.06.2024
  • 11:15 Uhr
  • teleschau
Die Asiatische Tigermücke ist in Bayern heimisch geworden, aber kann sie uns wirklich gefährlich werden?
Die Asiatische Tigermücke ist in Bayern heimisch geworden, aber kann sie uns wirklich gefährlich werden?© iStock/frank600

Längst ist die Asiatische Tigermücke auch bei uns heimisch geworden, besonders in Bayern. Woran du die Mücke erkennst, warum du sie nicht erschlagen solltest und welche Gefahr tatsächlich von diesem kleinen Blutsauger ausgeht.

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Gefährliche Ausbreitung der Mücke

Mücken sind lästig und manchmal sogar gefährlich. Mit Sorge hören wir von der immer stärkeren Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in unseren Breitengraden - eine Folge des Klimawandels und der mit ihm einhergehenden steigenden Temperaturen. In ihrer ursprünglichen Heimat Asien ist die Tigermücke dafür bekannt, gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber zu verbreiten.

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Im Clip: Wie gefährlich ist die Asiatische Tigermücke wirklich?

Lebensbedrohliche Tigermücke: Bayern droht Invasion

Warum lebt die Tigermücke plötzlich auch in Deutschland?

In Frachträumen von Schiffen und Flugzeugen kommen die kleinen Insekten nach Europa, wo sie durch Lastwägen, Züge oder Autoreifen weiterreisen. Seit die Winter in Mitteleuropa immer milder ausfallen, können sie hier gut überleben und sich vermehren - selbst wenn die Wetterbedingungen mal ungünstiger ausfallen. Dann nämlich profitieren sie von der sogenannten Diapause. Dabei handelt es sich um einen vorübergehenden Entwicklungsstopp der Larven im Winter, die dann erst im Frühling schlüpfen.

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So vermehrt sich die Tigermücke

Schon kleine, stehende Wassermengen (etwa in Blumentöpfen oder Planschbecken) genügen der Tigermücke für ihre Ei-Ablage und Larven-Entwicklung. Innerhalb von 20 Tagen wachsen in den winzigen, schwarzen Eiern ihre Nachkommen. Diese sind ihrem Standort recht treu und fliegen nur im Umkreis von 150 Metern umher. Ihren Energiebedarf decken die Mücken durch Nektar und andere süße Pflanzensäfte. Die Weibchen saugen darüber hinaus Blut, das sie für die Ei-Bildung brauchen.

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Das unterscheidet die Tigermücke von der Steckmücke

Die Tigermücke ist mit ihrer Körperlänge von drei bis acht Millimetern verhältnismäßig klein. Ihre schwarz-weiße Musterung mit fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen sowie je einem weißen Streifen an Kopf und Rücken gibt ihr ihren Namen. Ihre Flügel sind transparent. Anders als die hierzulande sonst bekannten Mückenarten, die vor allem in der Dämmerung und nachts zuschlagen, ist die Tigermücke am Tag aktiv.

In dem von der Bundesregierung geförderten Projekt "Mückenatlas" werden Mücken kartiert. Wissenschaftler:innen versuchen, die Populations-Entwicklung der Tigermücke zu ergründen und bitten dafür die Menschen gezielt um Mithilfe. Soll heißen: Solltest du einen oder mehrere der kleinen Blutsauger entdecken, dann erschlage sie am besten nicht, sondern fange sie in einem Glas, friere sie über Nacht ein und schicke sie an das Projekt.

Wie gefährlich ist der Blutsauger?

Keine Panik! Eine Verbreitung von Dengue-Fieber, Zika und Co. in Deutschland droht aktuell nicht. Denn die Tigermücke trägt die Krankheitserreger nicht selbst in sich. Stattdessen kann sie sie übertragen, wenn sie zunächst einen infizierten und dann einen gesunden Menschen sticht. Da hierzulande die Anzahl Infizierter sehr gering und auch die Tigermücken-Dichte trotz Vermehrung noch nicht allzu hoch ist, ist es sehr unwahrscheinlich, sich durch einen Stich anzustecken.

Auch die klimatischen Bedingungen müssten sowohl für den Erreger als auch die Insekten passend sein, was bei uns ebenfalls nicht der Fall ist. Die wenigen bislang in Deutschland registrierten Fälle von Dengue-Fieber sind allesamt auf einen vorherigen Aufenthalt in einem Infektionsgebiet zurückzuführen.

Sollte dich bei uns eine Tigermücke stechen, musst du mit ähnlichen Symptomen rechnen wie bei einem normalen Mückenstich: Die Einstichschwelle schwillt an, rötet sich und juckt. Nur wenn du zusätzlich grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen, Erschöpfung und Fieber feststellst, solltest du dich sicherheitshalber medizinisch untersuchen lassen, insbesondere, wenn du zuvor im Ausland warst.

Tipps gegen die kleinen Blutsauger: Wie du Mücken loswirst und was gegen Stiche hilft. Und so schützt du dich vor den Stichen der Kriebelmücke in Deutschland.

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