- Bildquelle: Universal Music © Universal Music

Claudia Valentina dürfte so etwas wie der Traum eines jeden Label-Talent-Scouts sein. Die britische Songwriterin, Tänzerin und Sängerin stand schon als Kind singend und tanzend auf den renommierten Londoner Muscial-Bühnen, wo sich für sie die Erkenntnis formte, dass das Scheinwerferlicht ihr Leben sein soll. Als sie 12 war, zog Claudia Valentina mit ihrer Mutter nach Los Angeles, um in Hollywood einen Fuß in die Tür zu kriegen. Aber so richtig wohl fühlte sie sich mit der reinen Schauspielerei dann auch nicht. In einem Interview sagte sie: „Ganz zu Beginn habe ich überall vorgesprochen, so wie es alle machen. Ich wurde da richtig hineingesogen und sprach jeden Tag für irgendeine Rolle vor. Alles fühlte sich so groß an, wie das Größte überhaupt, aber eigentlich war nichts davon echt. Und dann erkannte ich irgendwann, dass ich gar nicht der Typ für dieses Spielchen war. Ich musste mich jedes Mal verstellen, um da überhaupt mitzumachen.“ Also besann sich Claudia Valentina auf den Part, der ihr eh viel besser gefiel: das Singen und immer mehr auch das Schreiben eigener Songs. Sie traf den in L.A. lebenden Produzenten und Songwriter Johan Carlsson – ein enger Partner des legendären Pop-Produzenten Max Martin. Die beiden arbeiteten fortan zusammen, aber Claudia Valentina nahm sich die Zeit, die sie brauchte, um ihren Sound und ihre Stimme zu finden. Bis dahin schrieb sie als Co-Autorin mit Carlsson zahlreiche Popsongs, die sie auf den Demos meistens selbst einsang. Diese Lieder werden großen Popstars angeboten – und viele fragten daraufhin: Wer zum Teufel hat das eigentlich so gut eingesungen? 

Die Schule brachte Claudia Valentina bei all dem trotzdem noch zu Ende – als Streberin: „Alles Einsen... keine Ahnung, wie ich das geschafft hab“, sagt sie. Erst mit 19 kam dann die eigene Debütsingle „Seven“ – eine klassisch-schöne Pianoballade, mit forschem Text, die Valentinas seelenvolle Stimme in Szene setzt.

Mit „4:15“ beweist sie nun, dass ihr auch der zeitgemäße, treibende Popsound einer Dua Lipa sehr gut steht. Der Titel bezieht sich auf die Uhrzeit viertel nach Vier morgens „(…) und der Song thematisiert eine gescheiterte Beziehung, von der sich die Sängerin nicht abwenden kann: „Es geht um eine irgendwie echt kaputte Liebesgeschichte über diesen einen Typen... und ganz egal, wie oft man sich vornimmt, nicht zu ihm zu gehen, klopft es irgendwann dann doch wieder und man kann einfach nicht anders.“ Ein Gefühl, das sicher viele junge Menschen kennen.

Das offizielle Video