- Bildquelle: RCA/ Sony © RCA/ Sony

Der kleine grüne Drache ging zum ersten Mal 1983 mit dem Album „Tabaluga oder Die Reise zur Vernunft“ auf die Reise und eroberte von Anfang an zahlreiche Kinderherzen. Erdacht hatte sich diese charmante, singende, inspirierende Märchenfigur der damals vor allem als Rocksänger bekannte Peter Maffay, der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und der langjährigen Maffay-Textautor Gregor Rottschalk. Die grüne Gestalt wiederum entsprang der Fantasie der Kinderbuchautorin Gisela von Radowitz und des Kinderbuchautors und -illustrators Helme Heine. Nun beginnt ein weiteres Abenteuer für Tabaluga – und wie so oft hat der Drache eine Botschaft mitgebracht. In „Die Welt ist wunderbar“ geht es nämlich um nicht weniger als den Klimawandel – der auch die Drachenheimat Grünland erreicht.

Am Anfang des neuen Abenteuers herrscht dort wortwörtlich dicke Luft. Schneemann Arktos ist aus Eisland herbeigestapft, um seinem Kumpel die Leviten zu lesen. Der kleine grüne Drache, so schimpft er, sei mit seinem ständigen Feuerspeien schuld daran, dass Arktos förmlich der Schnee unter dem Allerwertesten wegschmelze und die Hitze immer unerträglicher werde. Tabaluga reagiert empört und beschuldigt Arktos und seine Leute, das Meer zuzumüllen. Bevor sich die beiden endgültig in die nicht vorhandenen Haare kriegen, landet jedoch plötzlich ein sanft surrendes elektrisch betriebenes Raumschiff vor ihren Füßen. Dem Gefährt, das direkt aus der Zukunft kommt, entsteigt ein anmutiges Glühwürmchen namens Lucy. Und diese Lucy bringt den beiden Streithähnen eine Botschaft mit, die es in sich hat. Weder die Eis- noch die Grünländer seien schuld an der katastrophalen Klimaentwicklung – sondern die Menschlinge. Staubtrocken und fast schon unbewohnbar sei der ehemals blaue Planet, aber mit vereinten Kräften und der geballten Power der erneuerbaren Energien könne man die Erde womöglich vor dem Untergang bewahren. Noch sei es nicht zu spät.

„Wir drücken hier in kindgerechter Form aus, worum es in der Welt geht“, erklärt Peter Maffay. „Es ist an der Zeit, dass man die Dinge klar benennt. Wenn man will, dass Tabaluga nicht nur eine Märchenfigur ist, sondern eine Figur, an der sich in märchenhafter Form Themen so erklären lassen, dass Kinder einen lebendigen Bezug zu ihnen entwickeln, dann kann man zwar weiter ein Märchen erzählen. Aber die Hintergründe sollten realer Natur sein.“ Ganz konkret sei die Idee für „Die Welt ist wunderbar“ gemeinsam mit Volkswagen, dem langjährigen engen Kooperationspartner von Peter Maffay und seiner Stiftung (die jährlich etwa 1500 Kindern eine Auszeit ermöglicht und aktuell zahlreichen Frauen und Kindern aus der Ukraine einen Platz zum Wohnen und Leben gibt) entwickelt worden. Maffay sagt: „Wir wollen auf unterhaltsame Weise aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die Welt nicht noch weiter erodieren zu lassen. Schließlich wird immer klarer, wohin die Klimaentwicklung steuert.“

Das gelingt dem eingespielten Team um den kleinen grünen Drachen und seinen Freund:innen inhaltlich wie musikalisch wieder ausgesprochen gut – und so ist „Die Welt ist wunderbar“ ein wunderbares Abenteuer, dass diese Welt wirklich gut gebrauchen kann.

Das offizielle Video