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Es braucht manchmal nicht viel im Leben. Ein wenig Sonne, ein günstiges, kaltes Bier vom Spätkauf, eine trubelige Berliner Straßenecke in Fluss- oder Kanalnähe, ein paar Menschen, die man zufällig kennenlernt und mit denen man sein feinstes „School English“ sprechen kann. Aus diesen Zutaten bauen sich tausende Menschen alle Jahre wieder in Berlin und ganz Deutschland jene Abende, die man nie geplant, und dann nie vergessen hat. Die Berliner Band il Civetto möchte diesen Erlebnissen mit ihrem neuen Album ein musikalisches Denkmal setzten – und nennt es deshalb „Späti del Sol“.  „Früher haben wir nach unseren Guerilla Konzerten in der Berliner U-Bahn die Nächte am Späti verbracht“, erklären il Civetto, „und dann haben wir das gesammelte Kleingeld gezählt und fast alles direkt wieder ausgegeben.“ Dass sie diese Zeit, diesen mystischen Ort und dieses besondere Gemeinschaftsgefühl dermaßen hochleben lassen, liegt auch an den vergangenen Jahren: „In der Pandemie ist der Späti für uns als Band wieder wichtig geworden. Der Späti war ein Ort an dem wir uns treffen konnten, oder an dem wir nach einer Proberaum-Session noch etwas abhängen konnten. So sind der Song und das Gefühl von schwerelosen Sommernächten in Kreuzberg das Herzstück des Albums geworden.“ Und damit, ganz folgerichtig, auch der Titel.

Leon Keiditsch (Gesang), Lars Löffler-Oppermann (Klarinette, Saxophon, Keys), Leon Bollinger (Schlagzeug, Percussion), Dany Ahmed (Bass) und Robert Kondorosi (Gitarre) alias il Civetto zeigen sich auf dem neuen Album, das Ende Mai erscheinen wird, poppiger denn je. Bei ihnen treffen eingängige, aber poetische deutsche Texte auf musikalische Einflüsse, die mal an Manu Chao, mal an Seeed, mal an AnnenMayKantereit und manchmal gar an die Kalkbrenners erinnern. Wie gut das funktioniert, beweisen die bisher hörbaren Singles. „Rio-Reiser-Platz“ ist eine romantische Liebesgeschichte auf den Straßen Kreuzbergs, in der immer wieder Reiser-Zitate aufblitzen. „Barbazan“ ist die vertonte Sehnsucht nach einem Ort, der im Herzen der Band einen wichtigen Platz einnimmt. Und „Neonlicht“ bringt den il Civetto-Sound mit dem Berliner Clubleben zusammen – wo sich die Band übrigens sehr gut auskennt. Sie spielten seit ihren Anfangszeiten inmitten der Nullerjahre nicht nur mehr als 400 Konzerte auf eigenen Touren, in U-Bahnhöfen, an Straßenecken, auf dem Fusion und dem Montreux Jazz Festival, sondern auch immer wieder in legendären Clubs wie dem Kater Holzig, wo eben nicht nur alles Techno war.  All das bringen il Civetto in den 13 Liedern von „Späti del Sol“ zusammen – das übrigens von Tim Tautorat in den Berliner Hansa Studios, der schon mit AnnenMayKantereit und Provinz gearbeitet hat, und von Ralf Christian Mayer in Spanien und dem Berliner Funkhaus (unter anderem Cro, Clueso und Mark Forster), produziert wurde.

Ab Mai ist die Band in neun deutschen Städten Live zu erleben.

24.05.2022 – Berlin (Festsaal Kreuzberg)

27.05.2022 – München (Milla Club)

28.05.2022 – Offenbach am Main (Hafen 2)

31.05.2022 – Leipzig (Moritzbastei)

02.06.2022 – Hamburg (Uebel&Gefährlich)

03.06.2022 – Rostock (Peter-Weiss-Haus)

07.06.2022 – Hannover (Lux)

08.06.2022 – Halle (Objekt 5)

09.06.2022 – Magdeburg (Moritzhof)

Das offizielle Video