Kelis vs. PETA: "Verzieht euch in die Wälder!"

17.01.2010

Kelis beantwortet ein Schreiben von PETA, in dem Tierrechtler sie für ihre Garderobe kritisieren, mit einem offenen Brief.
laut.de | Kelis vs. PETA: "Verzieht euch in die Wälder!"
"Letztens bekam ich einen an mich adressierten Brief von PETA", amüsiert sich Kelis auf ihrer MySpace-Seite. Ihre Vorliebe für Pelze brachte die Sängerin offenbar ins Visier der radikalen Tierschutzorganisation. Kommentarlos abwatschen lässt sich die Ex-Gemahlin von Rapper Nas aber nicht: "Ich habe ein bisschen überlegt und mir dann gedacht: Schreibste mal zurück."


"Komplett heuchlerisch!"

Da es immer noch die beste Strategie ist, den Feind zu kennen, forschte Kelis zunächst einmal nach: "Mit minimalem Rechercheaufwand fand ich heraus, dass Gründerin Ingrid Newkirk komplett plemplem ist. Ich hatte den Verdacht ohnehin. … "

"Sie ist Diabetikerin, was bedeutet, dass sie Insulin braucht, das aus Laborschweinen gewonnen wird (ich weiß das, weil meine Schwester eine tierärztliche Ausbildung gemacht hat). Es ist also völlig heuchlerisch, etwa in der Art: Man soll Tiere nicht missbrauchen, es sei denn, es hilft mir", zieht Kelis vom Leder.

"Wenn ich anfange, mir gefährdete Arten wie Eisbären oder Orang-Utans anzuziehen, könnt ihr wiederkommen. (Was ich, nur fürs Protokoll, nicht tun würde, ich halte Artenschutz für sinnvoll.) Aber die Nerze und Chinchillas, meine Güte, Nagetiere! Wenn man keine Mäntel aus ihnen machen würde, würde ich trotzdem verlangen, dass man sie tötet. Die sind kein Thema für mich."


"Will sie mich verarschen?"

Wohl aber andere Dinge: Neben ihrer Vorliebe für saftige Fleichgerichte breitete Kelis ihre unverhohlene Empörung über die Haltung von PETA-Aktivistin Newkirk aus: "Was ist mit der Armut in schwarzen Gemeinden überall auf der Welt? Sie hat den Nerv, zu sagen (und ich zitiere!): 'Kommt mal darüber hinweg', über dieses Gerede von Schwarzen und Sklaverei. … Will sie mich verarschen?"

"Es muss wohl so sein. Sie hat Glück, dass die meisten schwarzen Menschen in den Vereinigten Staaten tatsächlich andere Sorgen haben und sich um ihre wahnhaften, privilegierten Ansichten einen Dreck scheren." Die PETA-Kritik an ihrer Garderobe quittiert Kelis mit guten Ratschlägen:


"Sucht euch ein Thema, das es wert ist!"

"Wenn ihr schon predigen wollt, dann über etwas, das es auch wert ist. Verplempert meine Zeit nicht mit dem Versuch, verdammte Streifenhörnchen zu retten. Sucht euch ein Thema, das es wert ist, wie die Verletzung vom Frauen im Mittleren Osten. Oder Beschneidung von Mädchen. Oder Frauenrechte hier in Amerika, wir werden für gleiche Arbeit immer noch schlechter bezahlt als Männer."

Kelis' offener Brief schließt mit der Breitseite: "Ehrlich, wenn ihr die Welt so sehr hasst, verzieht euch und lebt in den Wäldern, wo niemand euer Genöle über die perfekte Nahrungskette hören muss, die der liebe Gott geschaffen hat. Jeder hat das Recht auf eine Meinung, und das ist meine."

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