Künstler des Monats: Delphic
Delphic mit ihrem Debütalbum Alcolyte
DELPHIC - das sind Rick, Matt Cocksedge und James Cook aus Manchester, alle Anfang 20, die ihre Musik zuhause in ihren Wohnungen auf Laptops kreieren. Sobald sie jedoch auf der Bühne stehen, wird daraus etwas viel Grösseres. Dann bringt Matt die Gitarre ins Spiel, James Bass und Gesang, waehrend alle drei zusätzlich auf verschiedensten elektronischen Gerätschaften herumspielen und ein Live-Schlagzeuger zwei Drumpads bedient. Es gibt keine Pausen und das Ganze hat so eher etwas von einem DJ-Set, bei dem sich Songs und hypnotisch-rhythmische Zwischenspiele abwechseln. Davon konnten sich Musikfans hierzulande bereits im Februar und Sommer überzeugen, als das Trio aus Manchester im Vorprogramm von Bloc Party und beim Melt! Festival live zu sehen war.
Produziert wurde das Debütalbum, das den ungewöhnlichen Titel "Acolyte" trägt, von dem beliebten Produzenten und DJ Ewan Pearson (Remixe u.a. für Depeche Mode, The Chemical Brothers, Goldfrapp).
Die Musik von DELPHIC sprudelt nur so ueber von Ideen, erinnert stellenweise in ihrer Experimentierfreudigkeit und Klangbastelei an New Order. “There may be references to ‘90s dance music,” sagt Rick, “but we also love Bjork, Radiohead, Kraftwerk and, at the other end of the spectrum Xenomania.” Das Trio versucht zudem, einen Bogen zu Film, Literatur und Kunst zu spannen und zieht ihre Inspirationen aus den diversen Kunstformen. “You can’t just be inspired by music,” so Sänger James Cook, und benennt beispielsweise die abstrakte Kunst Rothko's und Schriftsteller wie James Joyce, Albert Camus, Franz Kafka und Jean-Paul Sartre als Inspirationsquellen.